Nordbögger Aufholjagd kommt zu spät

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Mit seinem ersten Seniorentor machte Nordbögges Justin Seepe das Spiel in Herringen wieder spannend.

Hamm - Nach dem Schlusspfiff waren beide Trainer sauer. Carsten Osthoff, der Coach des SVF Herringen, nannte die Vorstellung seiner Mannschaft in den letzten 25 Minuten „eine bodenlose Frechheit“, während sich sein Pendant aufseiten des VfK Nordbögge, Jürgen Serr, erst über den Schiedsrichter aufregte, dann aber auch erklärte: „Der Hauptgrund für die Niederlage liegt bei uns.“

Mit 4:5 (2:2) unterlag der VfK im vorgezogenen Spiel der Fußball-Kreisliga A1 beim SVF Herringen, weil sich die Gäste an der Schachtstraße direkt nach Wiederanpfiff indisponiert zeigten. Bereits in der ersten Minute klärte Keeper Robin Wittenborn nach einer Fehlerkette eine Flanke unglücklich vor die Füße von Fabian Schulte, der zum 3:2 für Herringen einschob. Zwei Minuten später senste Kevin Garkse Ömer Yerli an der linken Strafraumgrenze um. Den Elfmeter verwandelte Muhammet Harsit. „Ich spreche das noch extra in der Kabine, dass wir jetzt aufpassen müssen“, ärgerte sich Serr.

Die Herringer holten damit unter gütiger Mithilfe der Nordbögger das nach, was sie vor der Pause verpasst hatten. Denn von Beginn an war der SVF das bessere Team. Die Gäste versuchten mitzuspielen, wodurch sie aber nur den spielstarken Herringern Räume boten. Wittenborn war es mit seinen starken Paraden zu verdanken, dass es mit einem Unentschieden in die Pause ging. Der VfK hatte dazu zwei Gastgeschenke des SVF angenommen: Erst beförderte Jonas Wiggermann den Ball nach einer zu kurz geklärten Ecke aus 18 Metern ins Tor (18.), dann fabrizierte Marvin Krause im Strafraum einen Fehlpass. Sascha Frey scheiterte noch am Torwart, Daniel Möller köpfte den Ball schließlich über die Linie (19.). Doch die Führung hielt jeweils nicht lange, weil Ismail Cörduk beide Male schnell egalisierte (17., 29.), als Nordbögge außen nicht aufmerksam verteidigte.

Nach dem 4:2 hatte der SVF das Spiel im Griff und erhöhte durch Dominik Herrmann (76.), der zuvor zweimal an Wittenborn gescheitert war. Spätestens jetzt schaltete Herringen, dem der Schiedsrichter noch einen Elfmeter vorenthielt (Garske an Schiller/72.) einige Gänge herunter. Der VfK bewies Moral. Wiggermann bereitete für Justin Seepe das 5:3 vor (81.). Frederic Bennemann verkürzte sogar auf 5:4 (90.+1). Zuvor war Christian Wache am Torhüter gescheitert (83.), danach verzog Christoph Wöllert im Strafraum. - bob

SVF: Gallaus – Klink, Braun (74. Kosian), Krause, Guboff (69. Guboff) – Harsit, Schiller – Schulte (59. Herrmann), Cördük, Yerli – Algan

VfK: R. Wittenborn – Özgüc, Garske, Wöllert, Siebert (52. Seepe) – Frey, Rodriguez, Lenser, Bennemann – Wiggermann, Möller (64. Wache)

Tore: 0:1 Wiggermann (14.), 1:1 Cördük (17.), 1:2 Möller (19.), 2:2 Cördük (29.), 3:2 Schulte (46.), 4:2 Harsit (Foulelfmeter/48.), 5:2 Herrmann (76.), 5:3 Seepe (81.), 5:4 Bennemann (90.+1)

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