32:26-Erfolg gegen den TV Emsdetten II

Einstand nach Maß für den RSV

Mit sechs Toren war Luca Tröster einer der erfolgreichsten Altenbögger aus dem Spiel.
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Mit sechs Toren war Luca Tröster einer der erfolgreichsten Altenbögger aus dem Spiel.

Das Saisonziel hätte er ja jetzt erreicht. „Das kleine“, meinte RSV-Trainer Jens Schulte-Vögeling zum 32:26 (14:13)-Auftaktsieg seiner Altenbögger nach 60 temporeichen Minuten in der mit 132 Zuschauern gut gefüllten Halle des Marie-Curie-Gymnasiums. Zum ersten Mal hatte er als Trainer mit dem RSV das erste Saisonspiel gewonnen. Aber: „Alle 15 wollten den Sieg“, freute er sich mit seiner Mannschaft.

Bönen – Die Altenbögger überzeugte vor allem nach dem Seitenwechsel mit starker Defensive und variablem Angriffsspiel. Die ersten Bälle beider Mannschaften landeten allerdings noch am Pfosten oder am Fuß des gegnerischen Torwarts. Aber bis zur 35. Minute warf der Gastgeber in Person von Eike Jungemann, Luca Tröster und Sören Feldmann einen Drei-Tore-Vorsprung heraus (18:15). Der brachte den Altenböggern ganz offensichtlich Sicherheit.

„In der ersten Halbzeit waren die Jungs noch nervös, da war die Fehleranzahl zu hoch“, erkannte Schulte-Vögeling. Das habe sich später gelegt. Die Altenbögger auf der Platte hätte den Gegner ausgeguckt, die richtigen Mittel gewählt.

Die Deckung steht von Beginn an

Der RSV stellte eine sehr stabile und aufmerksame Deckung an den Kreis. Die Quote der erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstöße war entsprechend hoch. Beide Torhüter, Christian Ihssen in der ersten Hälfte und Marvin Wollek in der zweiten, parierten einige Bälle, warfen klasse Pässe auf die Außen Sören Feldmann, Luca Tröster und Philipp Isenbeck.

Auch durch die Wechsel, die er im Laufe des Spiels vorgenommen habe, sei kein Bruch ins Spiel gekommen, erklärte Schulte-Vögeling zufrieden: „Alle haben ihre Spielanteile bekommen.“

Youngster Baeck in der Anfangssieben

Zunächst verließ er sich aber auf den Block der Routiniers, ergänzt durch Youngster Tim Baeck. Auf der Platte standen ab der ersten Minute neben dem ehemaligen A-Jugendlichen Tröster, Dominik Weigel, Eike Jungemann, Jonas Gerke und Feldmann. Der selbstbewusste Baeck trug sich in der achten Minute in die Torschützenliste ein, tankte sich zum Kreis durch und netzte zum 4:4 ein. Das er Alternativen auf jeder Position hat, zeigte Schulte-Vögeling nach der 20. Minute. Baeck konzentrierte sich auf die Deckungsarbeit, im Angriff spielte Lukas Florian. Auch Weigel bekam eine Auszeit: Neuzugang Christopher Zacharias übernahm die Arbeit am gegnerischen Kreis.

Absetzen konnte sich in der ersten Hälfte kein Team. In der 21. Minute traf Feldmann per Siebenmeter zum 10:9, der Ausgleich folgte im Gegenzug. In der 24. Minute ging der Gastgeber durch Weigel und Tröster mit zwei Toren auf 12:10 in Führung. Zur Pause war Emsdetten mit 14:13 aber wieder heran.

Lob vom Emsdettens Trainer für die RSV-Fans

Negatives war am Sonntagabend wenig auszumachen. Üben müssen die Altenbögger den Wurf übers Feld ins leere Tor – RSV wie Emsdetten wechselte bei Unterzahl und eigenem Angriff den Torwart gegen einen Feldspieler aus. Strafzeiten kamen aber selten vor: Die Partie war außerordentlich fair. Erst in der 36. Minute kassierte Emsdettens Mathis Boergel die erste Zeitstrafe. Jede Mannschaft musste insgesamt nur vier Minuten in Unterzahl überstehen.

„Am Ende war der Sieg der Altenbögger verdient. Die haben das gut gemacht“, lobte Gästetrainer Max Plettenberg den immer noch Verbandsliga-Neuling nach dem erst zweiten Spiel in der Klasse. „Wir haben nach dem Wechsel den Kopf verloren, zu schnell Abschlüsse gesucht“, erkannte er das Manko seiner Zweitliga-Reserve. „Und diese Halle ist wirklich ein Pfund“, hatte Plettenberg auch noch nette Worte für die gute Stimmung auf der Tribüne übrig.

RSV: Ihssen (1. - 40.), Wollek (41.-60), Joneleit (n.e.) – Gerke (3), Weige, Zacharias, Florian (1), Stoffer, Feldmann (8/4), Weigel (6), Tröster (6), Fröhling, P. Isenbeck (2), Baeck (3), Jungemann (3)
TVE II: Schroer (1. - 30.), Bartholome, Holtz – Goldin (3), Erker Kudermann (4/2), Langenberg (1), Köppen, Niweler (2), Börgel (2), Goldbeck (4), Tamms (8), Mussenbrock, Bartholome, Krämer (2)
Siebenmeter: 5:3 (Feldmann 4/4, Stoffer 0/1 – Kudermann 2/2, Tamms 0/1)
Zeitstrafen: 2:2 (Florian, Zacharias / Börgel, Langenberg)
Spielverlauf: 5:5 (10.), 10:10 (21.), 14:11 (27.), 14:13 (30.) – 20:15 (38.), 23:20 (46.), 27:21 (53.), 27:24 (54.), 30:25 (57.), 32:26 (60.)

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