Handball

RSV will mit dem Kopf durch die Wand - und verliert

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Steffen Feldmann traf kurz nach der Pause zur einzigen Führung der Altenbögger und insgesamt sieben mal.

Bönen - „Für nach ganz oben gucken, reicht es noch nicht“, bilanzierte Trainer Tino Stracke nach der 26:30-Niederlage des RSV Altenbögge beim Tabellendritten ATV Dorstfeld: „Das kein Beinbruch, aber schade.“ Die Bönener holten damit aus den jüngsten drei Partien nur zwei Zähler und verlieren den Schluss zur Spitze der Handball-Landesliga. Die Bönener bleiben aber Vierter.

Nachdem Altenbögge in der Woche zuvor beim Tabellenfünften ASC 09 Dortmund einen Vier-Tore-Führung in den Schlussminuten hergeschenkt hatte, fanden die Gäste in der Sporthalle Dorstfeld zunächst nicht ins Spiel. 4:1 führte der ATV nach fünf Minuten. Doch der RSV steigerte sich, war schnell wieder dran. Dorstfeld zog nach 20 Minuten erneut davon, diesmal auf 14:10 (24.), was die Bönener mit einer 4:0-Serie zum Ausgleich durch Steffen Feldmann beantworteten.

Erneut Feldmann sorgte direkt nach dem Wechsel sogar für die erste Führung der Gäste, doch es sollte die einzige bleiben. Nach dem 17:17 (37.) verlor Altenbögge den Faden, leistete sich zu viele Fehler.

Stracke monierte zu viele Einzelaktionen: „Jeder will das Spiel für sich entscheiden“, kritisierte er, die zu frühen Abschlüsse in gebundenen Angriffen. Dorstfeld stellte auf 22:17 (45.). Das kam nun bereits einer Vorentscheidung gleich, weil die ATV-Akteure nun geschickt die Partie verwalteten. „Dorstfeld hat einfach mehr Erfahrung als wir. Und mit ihrer Cleverness nutzten sie das schamlos aus“, sprach Stracke von einem verdienten Sieg für die Dortmunder.

Zwar brachte Kreisläufer Florian Warias seine Farben mit einem Doppelpack in der 47. und 48. Minute noch einmal auf 23:21 heran, im Anschluss musste Altenbögge den Gegner jedoch wieder ziehen lassen. Beim 27:22 (54.) war die Entscheidung dann endgültig zugunsten des Gastgebers gefallen.

„Wir schaffen es nicht, unser Tempospiel aufzuziehen“, ärgerte sich Stracke, dass seine Mannschaft nicht dazu in der Lage war, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die routinierten Dorstfelder durch Kraft und Kondition zu bezwingen; „Wir machen nicht mehr als der Gegner.“

Nach den verschenkten Punkten beim ASC hatte der Trainer an die Einstellung seiner Schützlinge appelliert. „Die Reaktion war da, aber zu kurz. Wir verfallen leider in die alten Mechanismen“, erklärte er nun nach der Niederlage beim ATV. Auf die Plame brachte ihn zusätzlich eine Aktion von Michael Herrmann, der Lukas Florian, nachdem dieser gerade gut ins Spiel gefunden, nach Strackes Meinung, den Ball absichtlich aus kurzer Entfernung ins Gesicht geworfen habe.

ATV: Harris, Schumann – F. Edeling, Lenz (2), Lepine (7), Utech (2), B. Edeling, Niederwestberg (4/1), Herrmann (1), Grüne (1), Mund (9/3), Rodenberg, Wollbrink (2), Schmidt (2)
RSV:  Kleeschulte, Drevermann – Gerke, Röckenhaus (1), Florian (6/2), Fl. Warias (6), Sö. Feldmann (3), Fröhling, Isenbeck, St. Feldmann (7), Burchert, Schrage (3)
Siebenmeter:  6:3 (Niederwestberg 1/2, Mund 3/4 – Florian 2/3)
Zeitstrafen: 5:3 (Utech, Herrmann, Lepine, Wollbrink, Lenz / Sö. Feldmann 2, Florian)
Disqualifikation: Robenberg wegen Unterbindens eines Tempogegenstoßes (15.)
Spielverlauf: 4:1 (5.), 5:4, (10.), 10:7 (16.), 11:10 (19.), 14:10 (24.), 14:14 (30.) – 17:17 (37.), 22:17 (45.), 27:22 (54.), 30:26 (60.)

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