SpVg gewinnt mit Glück das Kellerduell in Sassenberg

+
Kevin Scheibke traf zum umstrittenen 2:1 für Bönen gegen Sassenberg in der Nachspielzeit.

SASSENBERG -  Im Abstiegskampf kochen die Emotionen hoch. Das ist erst recht so, wenn es beim entscheidenden Tor in der Nachspielzeit in einem direkten Duell verschiedene Sichtweisen gibt, ob der Treffer denn korrekt gewesen ist. Und so ging der Jubel über das Last-Minute-Tor von Kevin Scheibke zum 2:1 (0:0)-Sieg für die SpVg Bönen beim VfL Sassenberg im Kellerduell der Fußball-Bezirksliga auch in einer Rudelbildung unter.

Auch der Schiedsrichter war sich nicht ganz sicher, ob der Treffer des SpVg-Stürmers regulär gefallen war und fragte beim Torschützen nach. Der erklärte, dass er den langen Befreiungsschlag von Kevin Garske erst mit dem Oberschenkel und dann mit dem Knie mitgenommen hätte, ehe er den Ball ins Tor befördert hatte. Die Sassenberger hatten indes ein Handspiel gesehen und so gingen die Diskussionen weiter. Am Ende sahen ein VfL-Spieler und Ruchan Akman wegen unsportlichen Verhaltens die Ampelkarte, das Tor zählte und die Bönener gewannen das Sechs-Punkte-Spiel im Münsterland.

Es war ein extrem wichtiger Erfolg für die Rehbusch-Elf. Die SpVg bleibt zwar weiter auf einem Abstiegsplatz, ist aber nun wieder punktgleich mit Sassenberg. Bei einer Niederlage wären es aufgrund Siegen der Mitkonkurrenten Soest und Warendorf sechs Zähler zum rettenden Ufer gewesen, Bönen wäre sogar auf den vorletzten Platz gerutscht.

Doch die SpVg-Kicker wehrten sich von Beginn an gegen den Abwärtssog, der sie in den vergangenen Wochen mitgerissen hatte. „Die Jungs haben wirklich gut gekämpft und haben in der Abwehr stark“, lobte Trainer Axel Maurischat. So ließen die Gäste vor dem Wechsel nicht eine gefährliche Szene des VfL zu, der meist mit langen Bällen arbeitete. Die Bönener kamen aber selbst auch nicht zu zwingenden Aktionen, weil sie zu unsauber im Vorwärtsgang spielten, spätestens den finalen Pass verzogen.

So hatte der eingewechselte Florian Bednarek – für den angeschlagenen Tobias Wittwer ins Spiel gekommen – nach 55 Minuten die erste Chance der Partie. Die hätte allerdings auch ins Tor gehen müssen, doch er schoss die Scheibke-Flanke aus drei Metern drüber. Zwölf Minuten später legte er aber für Durim Feta auf, der einen Gegenspieler aussteigen ließ und aus 17 Metern zum 0:1 traf.

Sassenberg glich jedoch nach einem Standard aus. Dann wurde es hektisch: Erst flog Bednarek vom Platz (81.), dann hatte die SpVg Glück, dass die Gastgeber im Strafraum statt ins Tor gegen Bönener Beine schossen (88.). Nach Scheibkes Siegtreffer überschlugen sich am Ende die Ereignisse. - bob

SpVg: Behrend – Öncül, Holtbrügger, Link, Güney – Akman, Wittwer (46. F. Bednarek) Wündisch – Symmank (85. Symmank), Feta – Scheibke

Tore: 0:1 Feta (67.), 1:1 Vogelsang (79.), 1:2 Scheibke (90.+1)

Gelb-Roten Karten: F. Bednarek wegen wiederholten Foulspiels (81.), Akman und ein Sassenberger wegen unsportlichen Verhaltens (90.+3)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare