TuS-Damen finden in Werne nie zur Normalform

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Die TuS-Damen (rechts Katharina Buhl) probierten in Werne alles, doch die Angriffsversuche verpufften zumeist.

WERNE -  Die TuS-Volleyballerinnen der TuS Bönen haben einen fulminanten Fehlstart in das neue Jahr hingelegt. Sie verloren beim TV Werne mit 0:3 und holten dabei gerade einmal 43 Punkte. In keinem Satz kamen sie gegen den Spitzenreiter der Verbandsliga über 16 Zähler hinaus.

„Es ist keine Schande 0:3 zu verlieren, wenn die Leistung stimmt“, sagte Mannschaftssprecherin Sabrina Schlensog: „Aber wir haben zu keinem Zeitpunkt unsere normale Leistung gezeigt.“

So war Schlensog auch ratlos über die Vorstellung, die die TuS in Werne ablieferte. „Wir haben einfach schlecht gespielt. Die Ergebnisse sprechen für sich.“ Mit 25:16, 25:12 und 25:15 entschied der TVW die Sätze im Eiltempo für sich. Woran es aber letztlich lag, wusste die Libera nicht. „Es fehlt uns an Selbstvertrauen. Man lässt schnell den Kopf hängen“, registrierte sie erneut eine Unsicherheit im Team. Werne machte schon zu Beginn leichte Punkte und baute den Vorsprung dann kontinuierlich aus. Und das ging in jedem Durchgang so, so dass Bönen keine Gelegenheit fand, irgendwie ins Spiel zu finden. Werne reichten oft die guten Aufschläge für einen entscheidenden Vorteil im Ballwechsel.

Die Fehlerkette der Gäste zog sich durch alle Mannschaftsteile. Annahme, Pass, Zuspiel, Abschluss – funktionierten mal ein bis zwei Elemente, geriet mit Sicherheit der Rest zu ungenau oder zu ungefährlich. „Werne hat schon ein paar schöne Punkte gemacht. Aber nichtsdestotrotz haben wir das Spiel verloren“, meinte Schlensog, die davon sprach, dass die Mannschaft bitter enttäuscht ist.

Die Situation im Abstiegskampf hat sich für den Aufsteiger aus Bönen weiter verschlechtert. Der ASV Senden II hat durch die 2:3-Niederlage gegen den Tabellenvierten Münster-Gievenbeck einen Bonuspunkt eingefahren, so dass die TuS nun einen Zähler hinter dem Relegationsrang liegt. In den kommenden vier Wochen wird sich dann wahrscheinlich schon entscheiden, ob es für die Bönenerinnen für den Klassenerhalt reichen wird. Nacheinander spielt die TuS dann gegen den Sechsten Minden, den Neunten Senden und den Achten Lünen. „Wir sind ja die ganze Zeit unter Druck“, sieht Schlensog psychologisch keine Verschärfung der Situation. - bob

TuS: Greinke, Karkowski, Fröhlich, Schawej, Gorke, Maruhn, Rinschede, K. Buhl, Deutsch, N. Tewes, Keil, Schlensog

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