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ASV-Handballer rücken näher zusammen: Neue Geschäftsstelle im früheren Kultladen

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Von: Sarah Hanke

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ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers (links) und Vereinsvorsitzender Friedhelm Degen blicken zuversichtlich in die gemeinsame Zukunft.
Neues Leben im Nähzentrum Aufermann: Schon bald wird der ASV Hamm-Westfalen dort die gemeinsame Geschäftsstelle der Profis und des Vereins eröffnen. © Robert Szkudlarek

Wo sich einst alles ums Nähen drehte, wird schon bald der Handballsport im Mittelpunkt stehen. Im ehemaligen Nähzentrum Aufermann wird der ASV Hamm-Westfalen eine gemeinsame Geschäftsstelle der Profis und des Vereins eröffnen.

Werries – Entstehen soll eine gemeinsame Geschäftsstelle der Profibereichs und des Hauptvereins, die sich aktuell noch an unterschiedlichen Standorten beheimatet sind. „Beide Bereiche laufen ja unter dem Namen ‘ASV’“, erklärt ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. „Im operativen Geschäft läuft man aber doch oft aneinander vorbei.“ Das soll sich ändern, wenn pünktlich zum Saisonstart alle Beteiligten in einem Büro sitzen. „Ich hoffe, dass dann einfach mehr Information fließen, weniger Reibungsverluste entstehen und gemeinsame Aktionen besser besprechen werden können“, so Lammers.

So wolle der Profibereich den Verein mehr ins Boot holen. So wolle der Profibereich den Verein mehr ins Boot holen. Und auch in die umgekehrte Richtung soll das Miteinander ausgeweitet werden. Nicht nur im sportlichen, sondern auch im verwaltungstechnischen Bereich will der ASV künftig näher zusammenrücken. An beiden Standorten seien die Möglichkeiten zur Erweiterung jedoch limitiert gewesen: Sowohl in der Geschäftsstelle des Profibereichs des ASV Hamm-Westfalen in der Westpress-Arena als auch in der Geschäftsstelle des Hauptvereins in der Langen Reihe.

Noch laufen die Renovierungen

Die Idee der Zusammenlegung entstand bereits vor rund drei Jahren. Ein passendes Ladenlokal mit guter Lage zu finden, sei nicht einfach gewesen. Mit dem leer stehenden Ladenlokal in unmittelbarer Nähe zur Arena befindlichen hat der Verein einen Volltreffer gelandet. „Da muss man schnell zuschlagen“, sagt der Vereinsvorsitzende Friedhelm Degen. Von der Größe und der Aufteilung her entspreche die Immobilie genau dem, was der ASV gesucht habe.

Auf 110 Quadratmetern sollen sechs Arbeitsplätze entstehen. In Abstimmung mit den Eigentümern sind bereits Zwischenwände gezogen worden. Zusätzlich sind noch Gäste-WCs eingebaut worden. „Die Dämmung fehlt noch“, erklärt Degen. Ursprünglich war der Einzug für Anfang August geplant. Wegen Verzögerungen erfolgt dieser nun einen Monat später.

Erstliga-Aufsteiger braucht Platz

Die Renovierungen seien hier und da doch aufwendiger gewesen, als gedacht. Hinzu kommen Fachkräftemangel und Urlaubszeit. „Die Handwerker warten ja jetzt nicht alle auf den ASV“, sagt Lammers. Trikots an den noch kahlen Wänden und im Schaufenster sollen künftig erkennen lassen, dass der ASV nun auch am Alten Uentroper Weg zuhause ist.

Die durch die Zusammenlegung frei werdenden Räume in der Arena könne der Erstliga-Aufsteiger bestens gebrauchen, so Lammers. Sein eigenes Büro in der Arena werde dann frei, andere frei werdende Räume könnten dann als Lager genutzt werden.

Was mit dem Standort an der Langen Reihe passieren wird, steht noch nicht fest. Denkbar sei, den Standort einmal pro Woche als Geschäftsstelle oder als Fanshop zu nutzen.

Das Nähzentrum Aufermann

Am 18. Dezember 2021 öffnete das Nähzentrum Aufermann letztmalig seine Pforten. Neben Nähmaschinen, Stoffen und alles rund ums Nähen, bot das Nähzentrum auch Aktionen und Nähkurse an. In 26 Jahren hatte Inhaberin Mechthild Aufermann mit ihrem Team in Werries eine Institution geschaffen, die von Kunden aus Hamm und Umgebung, aber auch aus dem ganzen Bundesgebiet aufgesucht wurde. Der Räumungsverkauf lief selbst unter Corona-Bedingungen gut. Das Geschäfts- und Wohnhaus am Alten Uentroper Weg 185 stand zum Verkauf.

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