Unions-Wahlkampf

CSU will Harmonie mit CDU - riskiert aber auch Zoff

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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, Archivbild).

München - Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer setzt im bevorstehenden Bundestagswahlkampf auf ein Harmonie mit der Schwesterpartei CDU, aber auch gelegentliche Abgrenzung.

Die CSU werde dem Unionswahlprogramm bei der gemeinsamen Sitzung der Parteivorstände an diesem Wochenende in Berlin zustimmen, sagte der bayerische Ministerpräsident am Donnerstag in München. Er sprach von „voller Harmonie“ - dies werde die CSU aber nicht daran hindern, ihre eigenen Forderungen vorbringen: „Das wird in einigen Punkten sehr pointiert sein und Ziele beinhalten, die nicht im Konsens waren mit der CSU.“

Wer in welchem Bundesland regiert

Wer in welchem Bundesland regiert

Seehofer nannte mehrere Punkte - darunter eine Pkw-Maut nur für Ausländer, den Ruf nach bundesweiten Volksentscheiden über wichtige Entscheidungen der EU und einen „Paragrafenstopp“. Dem CSU-Chef schwebt dabei ein mehrjähriges Moratorium für neue Vorschriften vor - Ausnahmen soll es nur geben, wenn für einen neuen Paragrafen ein alter gestrichen wird. Merkel sei informiert über die CSU-Positionen. „Sie weiß das, sie akzeptiert unseren Weg.“ In Bayern wird am 15. September ein neuer Landtag gewählt, die CSU kämpft um eine absolute Mehrheit der Sitze. Die Bundestagswahl ist eine Woche später.

dpa

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