Wikileaks-Gründer Assange im Live-Chat - Website überlastet

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Wikileads-Gründer Julian Assange.

London - In einem Live-Chat beantwortet Wikileaks-Gründer Julian Assange heute User-Fragen. Die englische Website, über die der Chat läuft, ist zum Start der Aktion wegen Überlastung jedoch abgestürzt.

Am heutigen Freitag steht Julian Assange, der von Interpol gejagt wird, bei der Website der englischen Tageszeitung "Le Guardian" Rede und Antwort.

Ob ein Hackerangriff Ursache für die Überlastung der Seite war, war zunächst nicht bekannt. Über Twitter rief der “Guardian“ seine Leser zu Geduld auf.

Assange hat sich seit fast einem Monat nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt, aber über das Internet mit Journalisten kommuniziert. Der 39-jährige Australier wird in Schweden wegen Vorwürfen der Vergewaltigung und sexuellen Belästigung gesucht. Die Wikileaks-Seite war bereits mehrfach Ziel von sogenannten Denial-of-Service-Attacken.

Aktuell hat die Redaktion des "Guardian" den Live-Chat für Fragen wegen des großen Ansturms wieder geschlossen. Die  Londoner Redaktion kündigt an, die Antworten von Julian Assange so bald wie möglich zu posten.   

Hier geht es zur Seite mit dem Live-Chat bei guardian.co.uk

Wikileaks jetzt mit Domainnamen aus der Schweiz

Wikileaks ist seit Freitagmorgen über die Schweizer Internetadresse wikileaks.ch erreichbar. Registriert hat die Adresse die Schweizer Piratenpartei, wie die Schweizer Domainverwalterin Switch sagte.

“Wikileaks.ch“ wurde vom Vorsitzenden der Schweizer Piratenpartei, Denis Simonet, reserviert. Nach Angaben auf der Homepage des Parteichefs hat Simonet im November Wikileaks-Chef Julian Assange getroffen.

Wikileaks hatte am Freitag kurz nach 10.00 Uhr über Twitter mitgeteilt, dass man nun in Schweiz “übersiedelt“ sei und eine neue Domain (Internetadresse) habe: Statt auf “wikileaks.org“ ist die Enthüllungsplattform ab sofort auf “wikileaks.ch“ erreichbar.

Die Internetadresse wikileaks.org war seit dem späten Donnerstagabend nicht nicht mehr direkt zugänglich, sondern nur noch über die IP- Adresse, also die Zahlenfolge, die jeden Computer im Internet eindeutig identifiziert.

Der amerikanische Domain-Name-Provider EveryDNS, der die Adresse verwaltet, hat die Bearbeitung von Anfragen für die Website nach eigenen Angaben eingestellt. Dies sei notwendig geworden, da es wiederholt zu “massiven“ Angriffen auf die Adresse gekommen sei. Auch der Domainname wikileaks.li (für Liechtenstein) ist bereits reserviert - laut Switch von Matthias Hummler von einer Informatikfirma in Rickenbach bei Luzern.

dpa/mol

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