Wallraff: "Bild" will Wulff vernichten

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Der Schriftsteller Günter Wallraff (links) hat die Rolle der “Bild“-Zeitung in der Affäre um Bundespräsident Christian Wulff scharf kritisiert.

Frankfurt/Main - Der Schriftsteller Günter Wallraff hat die Rolle der “Bild“-Zeitung in der Affäre um Bundespräsident Christian Wulff scharf kritisiert.

“Es ist nicht besonders seriös wenn 'Bild'-Chefredakteur Kai Diekmann über viele Jahre vertrauliche Gespräche mit einem Politiker pflegt und diesen dann plötzlich vorführt und öffentlich bloßstellt“, sagte Wallraff der “Frankfurter Rundschau“ (Donnerstagausgabe). “Man hat den Eindruck, 'Bild' will ihn vernichten. Das ist keine Demontage. Das ist Vernichtungswille.“

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Man dürfe nicht vergessen, “dass Wulff von 'Bild' in einer ganz besonderen Weise aufgebaut, hofiert, gehätschelt wurde“, sagte Wallraff. Die Symbiose und “Hingabe Wulffs an die Boulevardpresse ist entwürdigend und verabscheuungswürdig“. Über Jahre sei die Zeitung Wulffs Hofberichterstatter gewesen. “Bis er sagte, der Islam gehöre zu Deutschland - da setzte zum ersten Mal eine kritische Berichterstattung ein“, sagte Wallraff.

dapd

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