"Beispiellose" Aktion der UN gegen Hungersnot

+
Medikamente und Nahrungsmittel werden dringend benötigt.

Addis Abeba/Nairobi - Die Vereinten Nationen wollen Hilfsmittel in “beispielloser Menge“ ans Horn von Afrika bringen, um vor allem die hungernden Kinder vor dem Tod zu retten - auch per Luftbrücke.

“Wenn wir Leben retten wollen, dann müssen wir jetzt handeln, so schnell wie möglich massive Mengen an Medizin, Impfstoffen und angereicherten Nahrungsmitteln in die Region bringen und diese an die notleidenden Kinder verteilen“ sagte die Direktorin der Abteilung für Nachschubbeschaffung des Kinderhilfswerks Unicef, Shanelle Hall, am Freitag.

Die Organisation arbeite bereits mit Partnern vor Ort, um die bereits bestehenden Operationen auszuweiten. “Es gibt keine Alternative zu unserem Ziel, Kinder und ihre Familien am Leben zu erhalten“, sagte der Regionaldirektor für das östliche und südliche Afrika, Elhadj As Sy. “Jedes Leben muss zählen und wir können in dieser Krise nicht noch mehr Leben verlieren.“

"Unterschied zwischen Leben und Tod"

Die Organisation will auch per Luftbrücke Moskitonetze gegen Malaria und Medizin in die betroffenen Gebiete bringen. Groß angelegte Impfkampagnen seien geplant, um den Ausbruch von ansteckenden Krankheiten zu vermeiden.

“Wir sind dankbar für die Großzügigkeit der internationalen Gemeinschaft, und diese hat auch schon Wirkung gezeigt“, sagte Sy. Es würden aber weiter dringend Spenden benötigt: “Jede Minute, die diese Menschen ohne lebensrettende Unterstützung sind, kann den Unterschied ausmachen zwischen Leben und Tod.“

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare