Bundestagswahl

Nächster Dämpfer für Laschet: SPD in Umfrage fast gleichauf mit der CDU

In einer jüngsten Forsa-Frage im Auftrag von RTL/ntv gibt‘s den nächsten Dämpfer für Armin Laschet und die CDU: Die SPD ist fast gleichauf und überholt die Grünen.

Hamm - Für Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Kanzlerkandidat der CDU/CSU, gibt es den nächsten Dämpfer. Nicht nur, dass die Union in einer weiteren Umfrage zur Bundestagswahl 2021 weitere Prozentpunkte verliert. Der zuletzt abgeschlagene Konkurrent kommt der Partie um NRW-Landeschef wieder gefährlich nahe. (News zur Bundestagswahl 2021)

ParlamentswahlBundestagswahl 2021
DatumSonntag, 26. September 2021
OrtDeutschland

Umfrage zur Bundestagswahl: SPD in Umfrage fast gleichauf mit der CDU von Armin Laschet

Denn die SPD holt mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz in der Gunst der Wähler weiter auf. Die Sozialdemokraten ziehen nun auch beim Meinungsforschungsinstitut Forsa an den Grünen vorbei und rückt dicht an die Union heran. Die SPD gewinnt im RTL/ntv-Trendbarometer gegenüber der Vorwoche zwei Prozentpunkte hinzu und liegt mit 21 Prozent nur noch zwei Punkte hinter der Union, die bei 23 Prozent verharrt.

So dicht hatte die SPD auf CDU und CSU zuletzt im März 2017 aufgeschlossen, als ihnen die Nominierung des letztlich gescheiterten Kanzlerkandidaten Martin Schulz vorübergehend Aufschwung verlieh. Die Grünen verlieren einen Punkt und rangieren nun bei 19 Prozent. Die SPD hatte bereits vor zwei Tagen in der Erhebung des Insa-Instituts die Grünen überholt, lag da aber noch deutlich hinter der Union.

Forsa-Umfrage für RTL/ntv: SPD überholt Grüne - CDU verliert weiter

Die Werte der Forsa-Umfrage für die anderen Partien im Deutschen Bundestag änderten sich derweil nicht: FDP 12 Prozent, AfD 10 und Linke 6. Die sonstigen kleineren Parteien erreichen zusammen weiterhin 9 Prozent, aber keine von ihnen kommt in die Nähe der 3-Prozent-Marke. Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt demnach bei 26 Prozent - und damit über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8).

CDU/CSUSPDFDPGrüneLinkeAfD Sonstige
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Rechnerisch könnten damit CDU/CSU wie auch die SPD das Kanzleramt beanspruchen - die Grünen jedoch nicht. Die deutlichste Mehrheit hätte eine Koalition aus Union, SPD und FDP. Auch ein Bündnis von Union, Grünen und FDP oder von SPD, Grünen und FDP wäre der Umfrage zufolge nach der Bundestagswahl am 26. September, bei der die Briefwahl startet, möglich. Eine nur knappe Mehrheit hätte derzeit auch ein rot-rot-grünes Links-Bündnis.

Umfrage zur Bundestagswahl: Scholz weit vor Laschet - CDU/CSU-Anhänger für Söder

Wenn die deutschen Bürger den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin direkt wählen könnten, würde SPD-Kandidat Olaf Scholz seinen Vorsprung ausbauen. Er gewinnt gegenüber der Vorwoche drei Prozentpunkte hinzu und liegt jetzt mit 29 Prozent weit vor Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (unverändert 12) und Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock (15; minus 1). Auch bei den früheren Unionswählern liegt Scholz (27) vor Laschet (24).

Doch das war in dieser Umfrage längst nicht der einzige Dämpfer für Armin Laschet: Denn ein Viertel der Wahlberechtigten, die derzeit eine andere Partei als die Union favorisieren, gaben an, bei einem Wechsel der Kanzlerkandidatur zu CSU-Chef Markus Söder doch lieber CDU oder CSU zu wählen. Wenn nur die Hälfte ihre Ankündigung wahr machen würde, käme die Union auf 33 Prozent, erklärte Forsa.

Zuletzt hatte sich Armin Laschet im Wahlkampf im Sauerland angriffslustig gezeigt - doch es bleiben Sorgen. Dazu stand der CDU-Chef wegen seiner Lage zur Lage in Afghanistan in der Kritik. In den sozialen Medien kam der NRW-Ministerpräsident nicht gut weg. (mg/dpa)

Rubriklistenbild: © Marius Becker/dpa

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