Terrorprozess um Opec-Anschlag hat begonnen

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Sympathisanten der mutmasslichen Terroristen Sonja Suder und Christian Gauger demonstrieren am Freitag vor dem Eingang zum Landgericht in Frankfurt am Main.

Frankfurt/Main - Vor dem Frankfurter Landgericht hat am Freitag ein Prozess um Terroranschläge einer links-militanten Gruppe in den 1970er Jahren begonnen. Es geht dabei auch um den Anschlag auf die OPEC 1975.

Dabei geht es auch um das blutige Attentat auf die Konferenz der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) 1975 in Wien, bei dem drei Menschen starben. Auf der Anklagebank sitzen zwei mutmaßliche Mitglieder der Revolutionären Zellen, die 79 Jahre alte Sonja Suder und ihr 71 Jahre alter Partner Christian Gauger. Dutzende Sympathisanten klatschten und jubelten minutenlang, als die beiden am Freitag in den Gerichtssaal kamen.

Suder wird wegen des Opec-Attentats dreifacher Mord und ein Mordversuch vorgeworfen. Sie soll den Terroristen Hans-Joachim Klein für das Attentat rekrutiert haben. Gauger soll für Anschläge auf Fabriken in Nürnberg und dem pfälzischen Frankenthal sowie das Heidelberger Schloss verantwortlich sein. In den Jahren 1975 bis 1978 entstand dabei erheblicher Sachschaden. Mit dem Opec-Attentat hat der schwer kranke Gauger laut Anklage nichts zu tun.

Zum Auftakt der Verhandlung stellte die Verteidigung von Gauger Befangenheitsanträge gegen das Gericht. Die Staatsanwaltschaft konnte die Anklageschrift deshalb zunächst nicht verlesen. Der Prozess steht unter großen Sicherheitsvorkehrungen. Der Zuschauerraum im Gerichtssaal war durch Panzerglas-Scheiben abgetrennt.

dpa

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