Auf allen deutschen Straßen

Tempolimit wegen Ukraine-Krieg: Greenpeace fordert noch mehr

Ein Tempolimit in Deutschland soll den Benzinverbrauch und die Abhängigkeit von Öl aus Russland senken. Das fordert Greenpeace - und geht noch weiter.

Berlin - Runter vom Gas: Greenpeace schlägt für die Dauer des Ukraine-Krieges ein Tempolimit auf allen deutschen Straßen vor: 100 km/h auf Autobahnen, 80 auf Landstraßen, 30 in Städten. So soll nach Vorstellung der Umweltorganisation der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden - und damit die Importabhängigkeit von Öl aus Russland.

OrganisationGreenpeace
BereichNon-Profit
HauptsitzAmsterdam, Niederlande

Tempolimit wegen Ukraine-Krieg: Greenpeace will Ölverbrauch senken

„Jede Tankfüllung, jede Heizöllieferung spült Geld in Putins Kriegskasse“, sagt Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan. „Diese unerträglichen Finanzhilfen für Putins Angriff auf die Ukraine ließen sich schon morgen deutlich reduzieren.“ Etwa mit einem Tempolimit. Das würde den Verkehrsfluss verbessern, verbrauchsintensive Geschwindigkeitswechsel reduzieren und die Effizienz von Verbrennungsmotoren erhöhen, heißt es in einem Schreiben von Greenpeace.

Ein Importstopp russischen Öls sei notwendig, um dem Krieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegen die Ukraine die finanzielle Basis zu entziehen. Neben Öl-Importen aus anderen Ländern seien Maßnahmen nötig, die den Verbrauch kurzfristig senken, so Greenpeace. (Alle News zum Ukraine-Krieg im Ticker)

Das Tempolimit auf Straßen in Deutschland ist nur ein Aspekt des von Greenpeace vorgeschlagenen Maßnahmenkatalogs. Darin enthalten ist auch eine Fortführung der Homeoffice-Pflicht, die aktuell bundesweit wegen der Corona-Pandemie gilt, aber in einem weiteren Lockerungsschritt ab dem 20. März 2022 wieder entfallen könnte. Die Logik hinter einer Fortführung der Pflicht: Wer im Homeoffice arbeitet, legt keine Wege zurück und verbraucht damit kein Benzin.

Wegen Ukraine-Krieg: Greenpeace für zwei autofreie Sonntage im Monat

Greenpeace schlägt außerdem vor, dass Bürger auf jede vierte Freizeit-Autofahrt über 20 Kilometer verzichten sollten und dass zwei Mal im Monat ein autofreier Sonntag verhängt wird. Inlandsflüge ließen sich nach Angaben der Umweltorganisation relativ leicht und mit wenig zeitlichem Mehraufwand auf den Schienenfernverkehr verlagern.

Die USA hatten als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ein Importverbot für Öl aus Russland verhängt. Die Bundesregierung ist wegen der großen Abhängigkeit von russischen Lieferungen gegen ein solches Energie-Embargo. (mit dpa)

Tanken wird auch wegen des Ukraine-Krieges in Deutschland immer teurer. Was tun, wenn man auf das Auto angewiesen ist? Mit einigen Tipps lassen sich literweise Diesel und Benzin sparen. Auch beim Thema Heizen gibt es Tricks, wie man Kosten reduzieren kann. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare