Tageszeitungen in Deutschland

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Tageszeitungen erreichen täglich fast 50 Millionen Menschen in Deutschland.

Wer wissen will, was in seinem Umfeld los ist, liest Zeitung. Wie sich Tageszeitungen gegen die Konkurrenz anderer Medien behaupten und welche in der Presselandschaft den Ton angeben, erfahren Sie hier.

Reichweite von Tageszeitungen

Zwei Drittel der Deutschen ab 14 Jahren lesen eine gedruckte Tageszeitung. Dies geht aus den Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse von Juli 2012 hervor. Das sind rund 47 Millionen Menschen in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Reichweite der gedruckten Zeitung leicht zurückgegangen. Das lässt sich dadurch erklären, dass immer mehr Leser die Zeitungen online lesen. Trotz der Konkurrenz von Internet und Fernsehen behaupten sich die Tageszeitungen als Qualitätsmedien – sowohl mit der klassischen gedruckten Ausgabe als auch mit der Version im Internet.

Tageszeitungen im Internet

Im Internet gibt es zahlreiche Informationsseiten, die um die Gunst des Nutzers buhlen. Dazu gehören zum Beispiel die Internetdienste gmx und web.de sowie die Online-Auftritte verschiedener Fernsehsender. Um der Konkurrenz von Nachrichten im Internet etwas entgegen zu setzen, haben die meisten Tageszeitungen mittlerweile eigene Portale im Internet. Hier können große Teile der Printausgabe nachgelesen und einzelne Artikel kommentiert werden. Es gibt Blogs und weiterführende Informationen zu interessanten Themen der gedruckten Zeitung. Doch nicht alle Inhalte der Printausgabe sind auch im Internet zu finden und kostenlos nachzulesen. Vor allem Artikel, die in Archiven abgelegt sind, kosten Geld.

Etwa ein Drittel der deutschen Bevölkerung nutzt derzeit das Angebot von Online-Zeitungen. Damit erreichen die Zeitungsportale mehr Menschen als andere Nachrichtenangebote im Internet. E-Paper sind die elektronische Variante der gedruckten Zeitung. Sie können als E-Books direkt am PC, Tablet oder Smartphone gelesen werden. Die meisten großen Tageszeitungen bietet pageplace.de online als E-Book an. Mit einer Lese-App werden die Nutzungsrechte gekauft, um die komplette Ausgabe zu lesen – so wie bei einem Abonnement der gedruckten Zeitung.

Regionale und überregionale Tageszeitungen

Viele Menschen nutzen heute unterschiedliche Medien, um sich zu informieren. Die meisten Deutschen lesen eine Regional- oder Lokalzeitung, um etwas über das aktuelle Geschehen in ihrem unmittelbaren Umfeld zu erfahren. Nachrichten aus dem Rest der Welt sehen sie in der Regel im Fernsehen an oder suchen sie gezielt im Internet. Die rund 330 deutschen Lokal- und Regionalzeitungen werden größtenteils im Abonnement vertrieben. Sie haben eine Gesamtauflage von etwa 15 Millionen Stück.

Die zehn überregionalen Tageszeitungen haben zusammen eine Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren und werden von rund 5 Millionen Menschen regelmäßig gelesen. Folgende überregionale Zeitungen zählen in Deutschland zu den sogenannten Leitmedien:

  • Die BILD-Zeitung nimmt eine Sonderstellung unter den Tageszeitungen ein. Mit einer verkauften Auflage von knapp drei Millionen Exemplaren ist sie die größte Boulevardzeitung in Deutschland. Große Schlagzeilen aus Politik, Gesellschaft und Sport sowie die großformatigen Bilder bestimmen die Aufmachung des Blatts aus dem Axel Springer-Verlag.
  • Die Süddeutsche Zeitung (SZ) ist die größte überregional erscheinende Tageszeitung in Deutschland. Täglich werden rund 440.000 Exemplare verkauft. Nachrichten aus aller Welt, gut recherchierte Reportagen und fundierte Kommentare sowie ein umfangreicher Kulturteil im Feuilleton zeichnen das meinungsbildende Blatt aus.
  • Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) ist bekannt für ihre konservative, politische Weltsicht und ihren liberal ausgerichteten Wirtschaftsteil. Fünf Herausgeber bestimmen gemeinsam die Blattlinie. Unter den deutschen Qualitäts-Tageszeitungen hat die FAZ die höchste Auslandverbreitung. Seit April 2011 gibt es die FAZ auch als ePaper.
  • Die tageszeitung (taz) ist eine überregionale Zeitung, die 1979 in West-Berlin zum ersten Mal erschienen ist. Das linksalternative Blatt nimmt Stellung zu gesellschaftlich und politisch brisanten Themen. Seit 1995 gibt es auch eine Online-Ausgabe der taz. Hier kann man sich neben aktuellen Themen zum Beispiel über die taz-Genossenschaft informieren und selbst taz-Genosse werden.

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