SPD-Fraktionschef: Doch kein zweiter Stresstest

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Baden-Württembergs SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel

Stuttgart - Die grün-rote Koalition in Baden-Württemberg will nach den Worten von SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel doch keinen zweiten Stresstest. 

“Die Regierung bleibt bei ihrer Bewertung, dass der Stresstest bestanden ist“, sagte Schmiedel am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Darin sei er sich in einem Telefongespräch mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) einig gewesen. “Deshalb wird der Verkehrsminister (Winfried Hermann, Grüne) bei der Präsentation an diesem Freitag auch keinen zweiten Stresstest fordern.“

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Schmiedel sagte weiter, eine weitere Simulation nach Bereinigung der Unstimmigkeiten werde von der Koalition allerdings begrüßt. Einen solchen zweiten Simulationsdurchlauf habe die Schweizer Verkehrsberatung sma in ihrem Gutachten zur Bekräftigung des Ergebnisses selbst vorgeschlagen. Die Simulation ist allerdings der zentrale Bestandteil des Stresstests. Der SPD-Fraktionschef betonte jedoch, dass die Bahn alle Eingaben vor der Computersimulation mit dem Verkehrsministerium abgesprochen habe.

Kretschmann hatte zuvor die Akzeptanz des Tests wieder infrage gestellt: “Wir haben gesagt, dass wir das Ergebnis in quantitativer Hinsicht akzeptieren. Das war jedenfalls der erste Blick. Der zweite Blick ist dann noch mal etwas genauer.“ Die sma sage ja selbst, das bestimmte Dinge nicht erfüllt worden seien. “Es ist unter Umständen eine zweite Simulation erforderlich“, sagte er der dpa.

dpa

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