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Senkung der Energiesteuer: Ab wann die Spritpreise niedriger werden sollen

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Von: Daniel Großert

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Die Spritpreise sollen günstiger werden. Und zwar durch die Senkung der Energiesteuer. Jetzt steht fest, ab wann der Tankrabatt in Deutschland gilt.

Hamm - Mit einem umfassenden Entlastungspaket hat die Bundesregierung auf die enorm gestiegenen Preise in vielen Bereichen des Lebens reagiert. Damit sollen die Bürger vor allem im Bereich der Energiekosten entlastet werden. Nach und nach wird jetzt bekannt, wann die befristeten Maßnahmen in Kraft treten. Nun ist auch klar, ab wann die Spritpreise durch die Senkung der Energiesteuer fallen sollen.

BehördeBundesministerium der Finanzen
HauptsitzBerlin
BehördenleitungChristian Linder (FDP)

Senkung der Energiesteuer: Ab wann sollen die Spritpreise sinken?

Der sogenannte Tankrabatt soll dazu führen, dass Benzin und Diesel an den Tankstellen günstiger werden. Nachdem Autofahrer lange auf einen konkreten Termin gewartet haben, hat das Bundesfinanzministerium nun einen Zeitraum für die befristete Senkung der Energiesteuer genannt: Ab dem 1. Juni tritt sie in Kraft und dauert bis zum 31. August, wie aus einem Entwurf zur Änderung des Energiesteuergesetzes hervorgeht.

Doch möglicherweise kann es nach dem 1. Juni noch einige Tage dauern, bis die Spritpreise tatsächlich sinken. „Es ist nicht auszuschließen, dass sich die Steuersatzsenkung verzögert und schleichend in den Verbrauchspreisen widerspiegelt“, heißt es in dem Entwurf. Das Ministerium führt das darauf zurück, dass die Besteuerung dem Verbrauch durch Endkunden „weit vorgelagert“ sei. Entsprechend sei aber auch damit zu rechnen, dass die Preise über den 31. August hinaus eine Zeit lang niedrig bleiben.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hatte nach der Verabschiedung des Entlastungspakets angekündigt, dass Benzin um etwa 30 Cent und für Diesel um rund 14 Cent pro Liter günstiger werden sollen. Diese Beträge kommen dadurch zustande, dass die Energiesteuer in den drei Monaten auf den niedrigst möglichen Satz der entsprechenden EU-Richtlinie gesenkt wird. Der ist für Diesel höher als für Benzin.

Senkung der Energiesteuer: So viel kostet die Maßnahme den Staat

Die Spritpreise waren nach dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine zeitweise deutlich über 2 Euro pro Liter gestiegen. Zwar sind die Kosten für Benzin und Diesel zuletzt wieder etwas gesunken, liegen aber immer noch weit über dem vorherigen Niveau: Nach Angaben des ADAC war Benzin im März 2022 knapp 30 Prozent teurer als noch im Dezember 2021, der Preis für Diesel stieg sogar um mehr als 50 Prozent. Das Bundesfinanzministerium bezeichnet die gestiegenen Spritpreise in seinem Entwurf als „unvorhersehbare Belastung“ für die Bürger.

Die Literpreise für Kraftsstoffe sind an einer Tankstelle zu sehen.
Noch sind die Spritpreise ziemlich hoch. Durch die Senkung der Energiesteuer sollen sie ab 1. Juni deutlich geringer sein. © Matthias Bein/dpa

Die Senkung der Energiesteuer kostet den Staat viel Geld: Das Ministerium rechnet nach eigenen Angaben mit Steuerverlusten von etwa 3,15 Milliarden Euro. Diese Summe könne aber „durch Effekte der Bevorratung zum Auslaufen der reduzierten Steuersätze“ noch größer werden. Es wird also damit gerechnet, dass Autofahrer am Ende des Tankrabatts Kraftstoff horten. Doch Vorsicht: Wer sich einen Vorrat von Benzin oder Diesel anlegen möchte, muss einige Regeln beachten.

Auch bei einer weiteren Maßnahme des Entlastungspakets gibt es neue Informationen: Mittlerweile steht wohl der Start-Termin für das 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn fest. Im ÖPNV sollen die Preise ebenfalls drei Monate lang gesenkt werden.

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