„Wenn die SPD ...“

Linke: Wagenknecht könnte länger im Amt bleiben - wegen einer brisanten Spekulation

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Sahra Wagenknecht auf dem Podium der Bundespressekonferenz.

Eigentlich wollte Sahra Wagenknecht im Mai als Linke-Fraktionschefin abtreten. Nun könnte die Wahl ins neue Jahr verschoben werden - aufgrund einer durchaus brisanten Erwägung.

Berlin - Bleibt Sahra Wagenknecht noch länger Linke-Fraktionschefin? Eigentlich wollte das Aushängeschild der Partei im Mai aus dem Amt scheiden. Dann wurde der Termin auf Ende Oktober gelegt - und könnte nun noch einmal verschoben werden. Aufgrund einer durchaus brisanten Erwägung. 

Auch interessant: Sarah Wagenknecht ist am Sonntag, 27. Oktober 2019, bei Anne Will zu Gast - Thema: die Thüringen-Wahl.

Der Vorstand der Linksfraktion im Bundestag jedenfalls will die Wahl seiner neuen Vorsitzenden abermals neu terminieren - nun ins kommende Jahr. Die Fraktionsspitze solle auf einer Klausur im Januar neu bestimmt werden, sagte Linken-Parlamentsgeschäftsführer Jan Korte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Über diesen Vorschlag wird in der Fraktion in der kommenden Sitzungswoche diskutiert und entschieden.“

Sahra Wagenknecht: Länger im Amt wegen Neuwahl-Risiko im Bundestag?

Fraktionschef Dietmar Bartsch nannte die politische Großwetterlage als Grund für die Verschiebung. "Wenn die SPD im Dezember aus der Koalition aussteigen sollte und es Neuwahlen gibt, kann es Sinn machen, unsere Entscheidungen im Januar zu treffen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk. Er fügte hinzu, dass der Wahltermin für den Fraktionsvorstand "kein Grund für Auseinandersetzungen" sein solle. "Wenn die Fraktion will, werden wir im November wählen."

Sahra Wagenknecht: Fraktions-Wahl könnte erst im neuen Jahr erfolgen - bleibt sie solange?

Nach dem Verzicht der bisherigen Ko-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht auf eine erneute Kandidatur im März sollte ihre Nachfolgerin zunächst nach der Europawahl am 26. Mai bestimmt werden; die Wiederwahl von Bartsch gilt als sicher. Später hieß es, die Entscheidung werde mit

Rücksicht auf die thüringischen Parteifreunde nach der Landtagswahl am 27. Oktober

gefällt, Wagenknecht bleibe so lange im Amt.

Ob Wagenknecht den Vorsitz auch im Fall einer Verschiebung auf Januar bis dahin weiter ausübt, blieb in dem RND-Bericht offen. Im Mai, kurz nach der ersten Verschiebung der fraktionsinternen Wahl, war eigentlich sogar über einen Abschied Wagenknechts noch vor der parlamentarischen Sommerpause spekuliert worden.

In einer unlängst veröffentlichten Biografie hat Wagenknecht auch Einblick in die Gründe für ihren Rückzug aus der ersten Reihe der Bundespolitik gegeben. Nach den Zitteranfällen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Sommer hatte sich Wagenknecht betont respekt- und verständnisvoll geäußert.

dpa/AFP/fn

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