Nukleares Abrüstungsabkommen

Putin will bei Aus von INF-Vertrag neue Raketen entwickeln

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Militärparade in Moskau: Kremlchef Putin droht mit der Entwicklung neuer Raketen. Foto: Maksim Blinov/RIA Novosti

Moskau (dpa) - Russland will mit Kurz- und Mittelstreckenraketen aufrüsten, sollten die USA einen der wichtigsten nuklearen Abrüstungsverträge aufkündigen.

"Etwa zehn Länder sind bereits dabei, solche Waffen zu produzieren. Nur Russland und die USA haben sich auf bilateraler Ebene eingeschränkt", sagte Kremlchef Wladimir Putin in Moskau. Die Amerikaner gingen offenbar davon aus, dass sich die Situation im INF-Vertrag verändert habe und sie deshalb solche Waffen besitzen sollten. "Wie werden wir antworten? Ganz einfach: Wir werden das gleiche tun", sagte der Präsident russischen Medien zufolge.

Die USA hatten Russland am Dienstag ein Ultimatum von 60 Tagen gesetzt, um die neuen Marschflugkörper zu vernichten. Die Waffen des Typs SSC-8 verstießen gegen den INF-Vertrag zum Verzicht auf atomare Mittelstreckenwaffen. Die Nato warf Russland erstmals geschlossen vor, mit den SSC-8 gegen den INF-Vertrag zu verstoßen. Moskau bestreitet das und versicherte Vertragstreue.

Putin warf den USA vor, keine Beweise für einen Vertragsbruch vorgelegt zu haben. Er unterstellte der US-Regierung, schon lange den Ausstieg geplant zu haben und die Vorwürfe nur als Vorwand nutzen zu wollen. "Die Entscheidung wurde vor langer Zeit getroffen, nur insgeheim. Sie dachten, dass wir es nicht bemerken werden. Aber im Pentagon-Budget ist bereits eingeplant, dass diese Raketen entwickelt werden", ist der Kremlchef überzeugt.

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