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„Geist von Kiew“ getötet – im Kampf gegen „überwältigende“ Luftwaffe Russlands

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Von: Tobias Utz

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Ein prominenter Pilot der ukrainischen Armee stirbt in den Kämpfen des Krieges. Er galt als „Geist von Kiew“.

Kiew – Weiterhin tobt in der Ukraine der Krieg. Seit mittlerweile 64 Tagen greift Russland das Nachbarland an. Nachdem eine Besetzung der Hauptstadt Kiew gescheitert war, ordnete Russlands Präsident Wladimir Putin die „Befreiung“ des Donbass im Osten des Landes an. Mittlerweile kommt es allerdings auch wieder zu Attacken auf die Hauptstadt. Zuletzt schoss laut Berichten ein russisches U-Boot Raketen in Richtung Kiew. Dabei kam unter anderem eine Journalistin ums Leben.

Nun wurde der nächste prominente Todesfall im Ukraine-Konflikt aus Kiew vermeldet. Einem Bericht der britischen Times zufolge wurde der ukrainische Kampfpilot Stephan Tarabalka bei Kämpfen getötet. Der 29-jährige Major galt als „Geist von Kiew“. Berühmtheit erlangte Tarabalka mit einem Video der ukrainischen Regierung, das eine künstlerische Darstellung des Piloten zeigte und in dem es hieß, er habe am ersten Tag der Invasion sechs russische Flugzeuge abgeschossen.

Ukraine-Krieg: „Geist von Kiew“ stirbt – Helm und Brille werden versteigert

Laut Times-Bericht wurde Tarabalka bereits am 13. März getötet, als er gegen eine „überwältigende“ Mehrheit der russischen Luftwaffe kämpfte. Der „Geist von Kiew“ hatte einen Kampfjet des Modells „MiG-29“ geflogen. Der Helm und die Brille von Tarabalka sollen demnach in London für einen guten Zweck versteigert werden.

Derweil ist unklar, wie sich der Ukraine-Krieg weiter entwickeln wird. Militärfachleute haben zuletzt ähnliche Prognosen aufgestellt, wonach Wladimir Putin am 9. Mai, dem „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland, einen entscheidenden Strategiewechsel plant. Die diplomatischen Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine kommen zudem zum Erliegen.

Ukraine-Krieg
Ein „MiG-29“-Kampfjet startet. (Symbolfoto) © Stringer/AFP

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte am Freitagabend (29. April) in einer Videoansprache an die Bevölkerung davor, dass diese kurz vor einem Abbruch stünden. Russlands Außenminister Sergej Lawrow prangerte derweil „Hetze“ an, welche die Verhandlungen behindere. Selenskyj berichtete zudem kürzlich von Attentaten der russischen Truppen auf ihn, die er offenbar nur knapp überlebte. (tu)

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