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Wegen Omikron: Weitere Corona-Maßnahmen von Lauterbach angekündigt

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Von: Daniel Schinzig

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Neue Corona-Regeln wurden für Deutschland beschlossen. Aber reichen die Maßnahmen im Kampf gegen Omikron? Karl Lauterbach hat daran Zweifel.

Hamm - Die Omikron-Fälle nehmen in Deutschland rasant zu, die Inzidenz steigt in einem enormen Tempo an. Aus diesem Grund haben Bund und Länder kürzlich neue Regeln beschlossen. Doch reicht das aus im Kampf gegen die neue Corona-Variante, die als wesentlich ansteckender gilt als ihre Vorgänger? Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) glaubt, dass sich die Menschen noch auf weitere Maßnahmen gefasst machen müssen.

LandDeutschland
HauptstadtBerlin
Einwohner83 Millionen

Wegen Omikron: Lauterbach kündigt weitere Corona-Maßnahmen an

In der Sendung „Bericht aus Berlin“ (ARD) sagte Karl Lauterbach am Sonntagabend (9. Januar) zu den Beschlüssen des Corona-Gipfels: „Das sind schon Erfolge. Ich glaube schon, dass uns das helfen wird.“ Doch natürlich muss nach einem solchen Satz ein großes Aber folgen. Der Gesundheitsminister fügte hinzu: „Das wird nicht reichen, um Omikron zu besiegen.“

Lauterbach erklärte in der ARD-Sendung, er glaube, dass die Fallzahlen weiter ansteigen würden. Daher würden weitere Maßnahmen zu gegebener Zeit notwendig werden. Jetzt sei aber 2G-plus bundesweit erst einmal ein „ganz wichtiger Schritt nach vorne“, lobt der Gesundheitsminister die Beschlüsse des Gipfels.

Vor allem die Gastronomie ist von den bereits beschlossenen Maßnahmen betroffen. Denn in Cafés, Restaurants und Bars gilt in Kürze 2G-plus - Zutritt nur noch für Geimpfte und Genesene mit zusätzlichem Test - außer, man ist geboostert. Lauterbach dazu: „Das macht die Restaurants deutlich sicherer und gibt einen Anreiz, sich boostern zu lassen.“

Corona-Regeln: Haben bald nur noch Geboosterte Zutritt zu Restaurants?

Auf die Frage, ob schärfere Maßnahmen heißen, dass in Zukunft nur noch Geboosterte Zutritt zu Restaurants, Cafés und Bars haben, erklärt Karl Lauterbach: „Nein, das heißt das nicht unbedingt. Wir können ja auch andere Maßnahmen ergreifen.“ Wichtig sei es nun aber, erst einmal den bereits beschlossenen Maßnahmen eine Chance zu geben, um ihre Wirkung zu zeigen.

Und wie gut das funktioniert, liege in den Augen von Karl Lauterbach auch ein Stück weit an den Bürgern selbst. Er nutzte seinen Auftritt in „Bericht aus Berlin“ in diesem Zusammenhang dazu, noch einmal zum Impfen aufzurufen: „Je mehr Geboosterte wir in der Gesellschaft haben, desto schwerer ist es für Omikron, eine starke Welle aufzubauen.“

Bundeskabinett
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kann sich vorstellen, dass im Kampf gegen Omikron die Maßnahmen noch verschärft werden müssen. © Hannibal Hanschke / dpa

Die Omikron-Variante macht auch das Testen schwerer. Denn nicht alle Corona-Schnelltests erkennen die Mutation zuverlässig.. Auf einer offiziellen Liste ist verzeichnet, welche Tests am besten bei Omikron reagieren. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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