Nordkorea droht mit weiteren Militärschlägen

Seoul - Eskaliert die Korea-Krise? Nordkorea hat nach dem Beschuss einer südkoreanischen Insel durch seine Streitkräfte mit weiteren Militärschlägen gegen das Nachbarland gedroht.

Die oberste Kommandostelle der Volksarmee beschuldigte Südkorea, das Feuergefecht zwischen den Streitkräften beider Länder am Dienstag vor der Westküste verschuldet zu haben. Südkorea hatte dem kommunistischen Nachbarland zuvor militärische Provokation vorgeworfen.

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Nach südkoreanischen Angaben feuerte Nordkorea mehr als 100 Granaten über dem Gelben Meer in Richtung Südkorea ab. Rund 50 davon seien auf der Insel Yonpyong vor der Westküste eingeschlagen. Zwei Marinesoldaten seien getötet und zahlreiche Menschen verletzt worden.

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“Sollte die südkoreanische Marionettengruppe es wagen, auch nur 0,0001 Millimeter in Nordkoreas Hoheitsgewässer vorzudringen, wird die revolutionäre Streitmacht nicht zögern, weiter gnadenlose militärische Gegenmaßnahmen zu ergreifen“, hieß es in der von den staatlichen nordkoreanischen Medien veröffentlichten Erklärung des Truppenkommandos. Im Geben Meer gelte nur die von Nordkorea selbst gezogene Grenzlinie, hieß es. Mit “Marionettengruppe“ beschimpft Nordkorea üblicherweise die Regierung in Seoul.

Südkoreanische Militärs wiesen die Anschuldigungen Nordkoreas zurück. Bei einer Seeübung der südkoreanische Marine zum Zeitpunkt der Zwischenfalls habe es sich um ein jährliches Manöver gehandelt, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap einen Militärvertreter. Die Übung habe 20 bis 30 Kilometer südwestlich von Yonpyong stattgefunden. Nordkorea hatte zuvor gegen die Übung heftig protestiert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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