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Neue Quarantäne-Regeln: Was sich zeitnah bei der Dauer ändern soll

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Von: Marcel Guboff

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Bald sollen sich die Quarantäne-Regeln ändern. Wer sich mit Corona infiziert, kann künftig früher aus der Isolation. So sieht der Plan aus.

Hamm - Wer sich aktuell mit dem Coronavirus infiziert, muss in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland für sieben Tage in Isolation beziehungsweise in Quarantäne. Diese Regeln sollen sich bald ändern - und vor allem vereinfacht und gleichermaßen gelockert werden.

BehördeBundesministerium für Gesundheit
Gründung1961
BehördenleitungKarl Lauterbach (SPD)

Neue Quarantäne-Regeln geplant: Das soll sich künftig ändern

So soll die Dauer der Quarantäne generell auf fünf Tage verkürzt werden. Das sieht ein Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums unter der Leitung von Karl Lauterbach (SPD) und des Robert Koch-Instituts (RKI) vor. Das Konzept, das am Mittwoch an die Länder verschickt wurde, liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Dabei schwelt jedoch kurz vor dem Ende der meisten Alltagsauflagen - so kippt auch in NRW offiziell die Maskenpflicht in Supermärkten und Discountern - der Streit über mehr Schutzregeln in Regionen mit kritischer Lage weiter.

Konkret sieht der Vorschlag zu den neuen Quarantäne-Regeln Folgendes vor:

Aktuelle Quarantäne-Regeln in der jetzigen Corona-Welle laut Karl Lauterbach nicht praktikabel

Gesundheitsminister Karl Lauterbach sagte, die aktuellen Vorgaben zu Absonderungen seien in der jetzigen Corona-Welle nicht wirklich praktikabel. Es gehe darum, dies pragmatisch zu lösen. Ziel sei, dass man mit neuen Quarantäne-Regeln in der kommenden Woche arbeiten könne. Hintergrund ist dabei auch, angesichts vieler Infektionen Personalausfälle vor allem in wichtigen Versorgungsbereichen zu vermeiden.

Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit, kommt zu einer Pressekonferenz zum Corona-Bonus für Pflegekräfte und zur aktuellen Corona-Lage im Bundesgesundheitsministerium.
Neue Quarantäne-Regeln geplant: Was sich künftig ändern soll © Bernd von Jutrczenka/dpa

Im Kampf gegen mehr Ansteckungen gegen das Coronavirus wird derweil das Angebot kostenloser Schnelltests für alle verlängert. Die vorerst bis 30. März geltende Testverordnung, die auch die Bürgertests regelt, bleibt nun bis einschließlich 29. Juni in Kraft. Das sehen Verordnungsänderungen vor, die am Mittwoch im Bundesanzeiger verkündet wurden. Damit haben weiterhin alle Bürger auch ohne Symptome Anspruch auf mindestens einen Schnelltest pro Woche an Teststellen durch geschultes Personal. (mit dpa-Material)

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