Mubarak kommt nicht in deutsche Klinik

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Der ägyptische Präsident Husni Mubarak.

Kairo - Nach den Diskussionen um einen möglichen Klinikaufenthalt des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak hat dieser nun Klarheit geschaffen. Er will nicht in ein deutsches Krankenhaus kommen.

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“Wir bedanken uns für das Angebot aus Deutschland, aber der Präsident braucht keine medizinische Behandlung“, erklärte Mubaraks Stellvertreter, Vizepräsident Omar Suleiman, in einem Interview am Mittwoch. Es war spekuliert worden, der Abgang des politisch angeschlagenen Präsidenten könne durch einen Klinikaufenthalt in Deutschland beschleunigt werden. In Ägypten gehen die Proteste gegen das alte Regime von Mubarak derweil weiter. Dabei fordern die Demonstranten seit dem 25. Januar den sofortigen Rücktritt Mubaraks.

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Mit einem Krankenhausaufenthalt im Ausland hätte dem geschwächten Präsidenten ein vorzeitiger Abgang in Würde ermöglicht werden können. Derzeit beharrt Mubarak aber darauf, erst nach der nächsten regulären Präsidentschaftswahl in diesem September aus dem Amt zu scheiden. Der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok hatte am Dienstag verlangt, dass die Bundesregierung dem 82-jährigen Staatschef “diskret signalisieren“ solle, dass er nach Deutschland kommen könne, wenn er dies wünsche. Mubarak war im März des Vorjahres in der Universitätsklinik Heidelberg an der Gallenblase operiert worden.

dpa

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