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Mordfall in Freiburg: Das sagt Merkel zu Verdacht gegen Flüchtling

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Essen/Hamburg - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im Zusammenhang mit dem Mordverdacht gegen einen jungen Afghanen in Freiburg vor einer Verurteilung aller Flüchtlinge gewarnt.

„Wenn es sich herausstellen sollte, dass es ein afghanischer Flüchtling war, dann ist das absolut zu verurteilen, genauso wie bei jedem anderen Mörder, aber auch ganz deutlich zu benennen“, sagte Merkel am Montagabend in einem Interview der ARD-„Tagesthemen“. „Und dann sage ich, dass damit aber nicht die Ablehnung einer ganzen Gruppe verbunden sein kann, so wie wir auch sonst nicht von einem auf eine ganze Gruppe schließen können.“

Der Fall bleibe „ein tragisches Ereignis, das aufgeklärt werden muss, und über das man ganz offen sprechen muss“, ergänzte die Kanzlerin in dem Interview, das in Teilen auch in der „Tagesschau“ um 20 Uhr ausgestrahlt wurde. Zum Vorwurf aus Teilen der Gesellschaft, ihre Flüchtlingspolitik sei mitverantwortlich für die Tat, sagte Merkel: „Ich sage erst einmal, dass dieser Mord schrecklich ist und dass meine Gedanken bei den Eltern, bei den Angehörigen sind.“

Die Festnahme eines 17-jährigen Flüchtlings im Fall der in Freiburg getöteten Studentin hatte eine scharfe Kontroverse ausgelöst. Die ARD-„Tagesschau“ als Deutschlands meistgesehene Nachrichtensendung verteidigte sich gegen Kritik, auf eine Berichterstattung über den Kriminalfall verzichtet zu haben. Der 17-Jährige schweigt weiter zu den Vorwürfen. Er soll Mitte Oktober die 19 Jahre alte Medizinstudentin Maria L. vergewaltigt und ermordet haben. Der junge Afghane war 2015 als minderjähriger unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland gekommen und bei einer Familie untergebracht.

dpa

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