Mexikanischer Gouverneur wegen Journalisten-Mordes vernommen

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Sie könnten die nächsten Todesopfer sein: Mexikanische Pressefotografen protestieren mit Masken ihres ermordeten Kollegen Ruben Espinosa gegen die vielen Morde an Journalisten. Foto: Mario Arturo Martinez

Mexiko-Stadt/Xalapa (dpa) - Nach dem Mord an dem regierungskritischen Pressefotografen Rubén Espinosa in Mexiko wird der Gouverneur des Bundesstaates Veracruz vernommen. Espinosa war in Veracruz bedroht worden und daraufhin in Mexiko-Stadt untergetaucht.

Am 31. Juli wurde er dort gemeinsam mit vier Frauen in einer Wohnung erschossen. Ein Team aus Staatsanwälten werde nach Veracruz reisen, um die Aussage von Gouverneur Javier Duarte aufzunehmen, sagte der Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Miguel Ángel Mancera, am Montag. Der Gouverneur habe seine Kooperation bei den Ermittlungen zugesagt.

Veracruz gilt als die gefährlichste Region für Journalisten in Mexiko. Seit Duartes Amtsantritt Ende 2010 wurden in dem Bundesstaat im Osten des Landes 14 Journalisten getötet. Der Gouverneur selbst äußerte sich mehrfach kritisch über die Arbeit der Medien.

Besonders soll er sich über ein Foto von Espinosa geärgert haben, das ihn mit einer Polizeimütze zeigt. Die Schlagzeile der regierungskritischen Zeitschrift "Proceso" dazu lautete: "Veracruz - rechtloser Staat".

Einen Rücktritt wegen des Mordanschlags auf Espinosa schloss Duarte aus. Er habe eine Verpflichtung gegenüber den Bürgern von Veracruz und werde sein Mandat erfüllen, sagte er dem Radiosender Fórmula. Der Gouverneur versprach allerdings, dass es in Veracruz keine Straflosigkeit bei Gewalt gegen Journalisten geben werde.

Interview Radio Fórmula

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