Merkels Hubschrauber fast abgestürzt

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Bundeskanzlerin Angela Merkel im Oktober 2010 beim Aussteigen aus einem Helikopter der Luftwaffe vor dem Schloss Meseberg beim Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen.

Augsburg - Ein in Oberschleißheim stationierter Polizeihubschrauber, mit dem kurz zuvor Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) flog, ist nur knapp einem Absturz entgangen.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums vom Sonntag kam es beim Flug des Helikopters in der Nähe von Augsburg am Abend gegen 21.00 Uhr in 1.600 Metern Flughöhe zum gleichzeitigen Ausfall beider Triebwerke - nur wenige Stunden, nachdem die CDU-Vorsitzende den Helikopter am Mittwochabend verlassen habe. Die Turbinen seien ausgefallen und der Helikopter um rund 1000 Meter abgesackt, berichtet die "Bild am Sonntag". Der Besatzung sei es erst wenige hundert Meter über dem Erdboden gelungen, die Turbinen wieder zu starten und einen Crash zu verhindern.

Der Helikopter vom Typ Superpuma 332 hatte Merkel dem Bericht zufolge am Mittwoch in Offenburg abgesetzt, wo sie bei einer Wahlkampfveranstaltung um 19.00 Uhr auftrat. Danach sei die dreiköpfige Crew wieder gestartet, um nach einem Tankstopp in Lahr zu ihrer Einsatzbasis nach Oberschleißheim bei München zurückzukehren.

“Es ist eine heikle Situation, wenn beide Triebwerke hintereinander ausfallen“, zitierte die Zeitung einen Bundespolizisten. “Die Besatzung hat genau nach Checkliste für solche Situationen richtig gehandelt und die Triebwerke neu gestartet.“ Die Piloten steuerten nach Informationen des Blattes den nächsten Flughafen in Augsburg an.

Die Ursache für den Beinahe-Absturz sei noch unklar. Polizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hätten Ermittlungen aufgenommen. Die Maschine sei fast neuwertig und erst im Dezember 2010 bei der Bundespolizei in Dienst gestellt worden. Von einem Sabotageakt gingen die Experten nicht aus.

dpa/dapd

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