Merkel will nicht mehr mit Strombossen sprechen

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Das Archivbild zeigt Kanzlerin Angela Merkel (CDU,M) im Atomkraftwerk Lingen zwischen RWE-Chef Jürgen Grossmann (l) und Gerd Jäger, Vorstand von RWE Power. Merkel wird sich nach einem Bericht nicht mehr mit den Chefs der großen Stromkonzerne treffen, um über den Schnellausstieg aus der Kernenergie zu sprechen.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird sich nach einem Zeitungsbericht nicht mehr mit den Chefs der großen Stromkonzerne treffen, um über den Schnellausstieg aus der Kernenergie zu sprechen.

Nach Informationen des “Handelsblatts“ (Freitagausgabe) seien weder Spitzenrunden noch Einzeltreffen zwischen der Kanzlerin und den Strombossen geplant. Das Blatt beruft sich dabei auf Berliner Regierungskreise. Die notwendigen Gespräche würden individuell auf Ministerebene geführt. Das deutet dem Bericht zufolge auf das zerrüttete Verhältnis zwischen Merkel und den Energiemanagern hin.

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

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Am 18. Mai plane Merkel zwar eine Spitzenrunde zur Energiepolitik. Eingeladen seien aber nur die Verbände, nicht die Firmen. In dieser und der nächsten Woche gebe es eine ganze Serie von Treffen zwischen den Ministerpräsidenten, den Bundesministern für Umwelt und Wirtschaft sowie den Verbänden. Neben dem Atomausstieg gehe es dabei auch um die Beschleunigung des Netzausbaus und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). In den Fraktionen von Union und FDP herrsche bereits Unmut darüber, dass der neue Energiekonsens ohne parlamentarische Anhörung durchgepeitscht werden solle.

dapd

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