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Maskenpflicht: Änderung der Corona-Regel im Flugzeug und in Arztpraxen

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Von: Sven Schneider

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Wer mit dem Flugzeug unterwegs ist, muss aktuell noch eine Maske tragen. Aber das soll sich schon bald ändern. Dafür soll eine Maskenpflicht beim Arzt kommen.

Hamm - Wer 2022 in den Urlaub fliegt, der reibt sich möglicherweise noch verwundert die Augen. Während an den gefüllten Terminals kaum jemand eine Maske trägt, gilt innerhalb eines Flugzeugs noch immer die Maskenpflicht. Das wird sich voraussichtlich im Oktober ändern. Die Corona-Regeln werden angepasst.

Maskenpflicht: Corona-Regel wird im Flugzeug und in Arztpraxen angepasst

Das Tragen von FFP2-Masken in Flugzeugen von Deutschland und nach Deutschland soll gestrichen werden. Die Ampel-Fraktion einigte sich darauf, das Infektionsschutzgesetz an die Empfehlungen der europäischen Flugbehörden anzupassen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bestätigte die Anpassung der Corona-Regeln gegenüber dem ZDF.

„Das ist keine Frage von Vorschriften, sondern der Vernunft“, wird Lauterbach zudem von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zitiert. Demnach sei das Tragen von Masken im Flugzeug auch nach dem 23. September noch erlaubt, allerdings nicht mehr verpflichtend. Bis dahin besitzt die Maskenpflicht in Flugzeugen Gültigkeit. Sogar über eine Verschärfung der Corona-Regeln wurde kürzlich diskutiert.

Maskenpflicht in der Arztpraxis: Corona-Welle im Herbst befürchtet

Die FDP hatte sich im Rahmen der parlamentarischen Beratungen für das Ende der Maskenpflicht in Flugzeugen stark gemacht. Künftig soll die Bundesregierung eine Maskenpflicht für Passagiere und Bordpersonal per Verordnung ohne Zustimmung des Bundesrats verhängen dürfen. Dabei soll es sich sowohl um FFP2-Masken als auch einfachere OP-Masken handeln. Der Bundestag hat die Neuregelung im Infektionsschutzgesetz am 8. September beschlossen.

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie wurden die Regeln nach und nach angepasst. Mittlerweile gilt eine Maskenpflicht in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland lediglich in Fernzügen, Kliniken und Pflegeheimen. Nun soll im Gesetz festgelegt werden, dass das Tragen einer FFP2-Maske in Arztpraxen verpflichtend ist. „Impfen und Masken bleiben der beste Schutz gegen die erwartete Omikron-Welle. Deswegen setzen wir beides ein“, begründete Lauterbach diesen Schritt. Menschen, die sich mit Omikron infiziert haben, sind tagelang ansteckend.

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