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Maskenpflicht in Arztpraxen und Kliniken: Ab 1. Oktober strengere Corona-Regeln

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Von: Marcel Guboff

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In Arztpraxen und Krankenhäusern gelten ab dem 1. Oktober strengere Corona-Regeln: Die Maskenpflicht wird verschärft. Eine OP-Maske reicht nicht mehr. 

Hamm - Im Herbst kommen neue Corona-Regeln. Der Bundestag hat das von der Ampel-Koalition erarbeitete neue Infektionsschutzgesetzt verabschiedet - am 16. September entscheidet noch der Bundesrat darüber. Gibt die Länderkammer ihr „Go“, treten die Maßnahmen ab 1. Oktober in Kraft und sollen bis zum 7. April 2023 regeln.

Maskenpflicht in Arztpraxen und Kliniken verschärft: Ab Oktober ist FFP2 verpflichtend

Klar definiert ist dann bundeseinheitlich, in welchen Bereichen die Maskenpflicht zum Schutz vor dem Coronavirus gelten soll. Diese Regeln gilt zum Beispiel nicht nur im öffentlichen Fernverkehr - also etwa in einem ICE der Deutschen Bahn -, sondern auch in Arztpraxen und Praxen aller Heilberufler. Gleiches gilt für Krankenhäuser/Kliniken oder Pflegeheimen.

Eine OP-Maske reicht dabei für den Großteil der Menschen nicht mehr aus. Es besteht in diesen Bereichen die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske, wie es im Infektionsschutzgesetz heißt. Dies sei geboten, weil die jüngsten Omikron-Varianten deutlich ansteckender seien, betonte Karl Lauterbach. Dabei böten eben nur FFP2-Masken einen effektiven Schutz. Die Ampel-Koalition folge damit dem Stand der Wissenschaft. Eine Ausnahme gibt es für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren: Bei ihnen reicht eine einfachere OP-Maske aus.

Während die Maskenpflicht in Arztpraxen damit verschärft wird, entfällt sie im Luftverkehr völlig. Die Bundesregierung soll die Maskenpflicht in Flugzeugen per Verordnung ohne Zustimmung des Bundesrats aber noch einführen können, sollte sich die Pandemie-Lage im Herbst doch noch mal verschärfen.

Neues Infektionsschutzgesetz: Länder können ab Oktober weitere Corona-Regeln verhängen

Die Länder wie zum Beispiel Nordrhein-Westfalen sollen ab 1. Oktober - also mit Inkrafttreten des neuen Infektionsschutzgesetzes - weitere Corona-Regeln verhängen können. Dazu zählt weiter die Maskenpflicht im Nahverkehr mit Bussen und Bahnen. Auch in öffentlich zugänglichen Innenräumen wie Geschäften und Restaurants sollen Masken wieder Pflicht werden können - mit der zwingenden Ausnahme, dass man keine Maske braucht, wenn man in der Gastronomie und bei Kultur-, Freizeit- oder Sportveranstaltungen einen negativen Corona-Test vorzeigt.

An Schulen und Kitas sollen Tests vorgeschrieben werden können. Ab Klasse fünf werden auch Maskenpflichten in Schulen möglich, soweit dies „zur Aufrechterhaltung eines geregelten Präsenz-Unterrichtsbetriebs erforderlich ist“, heißt es.

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