Lötzsch: Rückkehr Lafontaines nicht nötig 

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Gesine Lötzsch und Oskar Lafontaine im Mai 2010 beim Bundesparteitagder Linken in Rostock.

Berlin - Die Linke-Parteivorsitzende Gesine Lötzsch sieht keine Notwendigkeit für eine Rückkehr von Ex-Parteichef Oskar Lafontaine in die Bundespolitik.

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Zwar müsse die Partei weiter auf Lafontaine setzen, die Linke stehe aber nun vor der Herausforderung, ihre Strukturen insbesondere im Südwesten aufzubauen, sagte Lötzsch am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. Sie sehe auch keine Notfallsituation in der Partei. Linke-Fraktionschef Gregor Gysi hatte am Mittwoch erklärt, in einer solchen Situation könne er sich eine Rückkehr Lafontaines in die Bundespolitik vorstellen.

Lafontaine war im vergangenen Jahr wegen einer Krebserkrankung von seinem Amt als Parteivorsitzender zurückgetreten. Er ist derzeit Fraktionsvorsitzender der Linken im saarländischen Landtag.

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Auf die Frage nach möglichen neuen Strukturen innerhalb der Linke sagte Lötzsch: “Die Doppelspitze ist durch einen Mitgliederentscheid als Struktur geschaffen worden.“ Die Wähler der Linken erwarteten nun keine endlosen Strukturdebatten. Die entscheidende Frage sei, dass die Partei es nicht geschafft habe, innerhalb kurzer Zeit die sozialen Themen ausreichend in den Vordergrund zu bringen. Zugleich betonte sie, ein Schaden für die Partei aufgrund der von ihr losgetretenen Kommunismusdebatte sei “durch nichts zu belegen“. “Hätte die Debatte der Partei geschadet, dann wäre die Linke bei den Landtagswahlen in Hamburg und Sachsen-Anhalt gescheitert“, sagte sie. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hatte die Linke am 27. März den erhofften Sprung in die Landtage verpasst.

dapd

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