Neue Corona-Welle

Lockdown im Herbst? Jens Spahn gibt Garantie - doch eine Gruppe muss zittern

Kommt mit der neuen Corona-Welle ein neuer Lockdown? Gesundheitsminister Jens Spahn spricht Klartext. Doch Millionen Deutsche müssen vor harten Regeln zittern.

Hamm - Die vierte Corona-Welle schwappt über Deutschland. Es werden böse Erinnerungen an die zweite Jahreshälfte 2020 wach. Sie brachte als Folge trauriger Infektionsrekorde und voller Intensivstationen einen monatelangen Lockdown. Einen solchen wird es 2021 nicht mehr geben, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Für eine bestimmte Personengruppe könnte er dennoch kommen. (News zum Coronavirus)

NameJens Spahn
Geboren16. Mai 1980 in Ahaus
Größe1,92 Meter
Ehepartner Daniel Funke
ParteiCDU

Lockdown im Herbst? Jens Spahn gibt nur Garantie für Geimpfte und Genesene

Deutschland, später August 2021. Das Coronavirus tobt seit eineinhalb Jahren durch die Republik. Gerade rollt die vierte Welle mit der besonders ansteckenden Delta-Variante. Überall steigen die Inzidenzen - vor allem im neuen Corona-Hotspot Nordrhein-Westfalen. So wie dort wird es bald wieder überall aussehen, fürchten Experten.

Steigen die Infektionszahlen, verschärfen sich die Regeln. So kennen es die Deutschen seit Beginn der Pandemie. Doch diesmal soll es trotz alarmierender Zahlen (nicht nur in NRW) keinen neuen Lockdown geben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gibt Entwarnung für alle Genesenen und Geimpften. „Keine Ausgangssperren, keine Kontaktbeschränkungen“, garantiert der CDU-Politiker. „Das ist die geltende Rechtslage.“

Ähnlich äußerte sich auch Regierungssprecher Steffen Seibert. Menschen, die gegen Corona geimpft oder die genesen sind, müssten nach jetzigem Stand keine gravierenden Einschränkungen mehr fürchten. Es sei denn: Es entwickelt sich eine neue Variante, gegen die Impfstoffe nicht helfen.

Ungeimpfte müssen neuen Lockdown fürchten - 2G statt 3G?

Und was ist mit Ungeimpften, die sich testen lassen? Seit Montag gelten in Deutschland nach Vorgabe der Ministerpräsidentenkonferenz zwar die teils ausgeweiteten 3G-Regeln: Zutritt zu Restaurants, Friseuren, Kliniken, Schwimmbädern und anderen Innenräumen gibt es bei hohem Infektionsgeschehen nur noch für Geimpfte, Genese oder negativ Getestete. Doch für Letztere wird es eng, wenn sich die Corona-Lage zuspitzt. Ihr droht ein Lockdown.

Jens Spahn ließ im Interview mit RTL/n-tv demonstrativ offen, ob es Maßnahmen für Ungeimpfte geben wird. „Wir haben es selbst in der Hand“, sagte er stattdessen. „Wenn sich jetzt in den nächsten Tagen und drei, vier, fünf Wochen noch viele Bürger impfen lassen, haben wir eine gute Chance, keine neuen Maßnahmen in Herbst und Winter zu brauchen.“

Jens Spahn: „Genesene und Geimpfte sollen es leichter haben“

Dass mit einer Ausbreitung der vierten Corona-Welle aus 3G womöglich schon bald eine 2G-Regel werden könnte, die dann nur noch Geimpften und Genesenen weitgehende Freiheiten einräumt - damit rechnet Jens Spahn schon länger. Wie zur Bekräftigung sagte er jetzt: „Geimpfte und Genesene sollen es durchaus leichter haben“. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hätte die 2G-Regel angesichts der erschreckenden Entwicklung in NRW lieber heute als morgen.

Weniger Einigkeit gibt es in einem anderen Punkt. Während einige Experten Alarm schlagen, will die Politik von der Inzidenz als Richtwert für Corona-Regeln abrücken. Zunächst hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im ZDF-Morgenmagazin am Montag gesagt, die 50er-Inzidenz habe ausgedient. Das Corona-Kabinett der Bundesregierung schloss sich dem Vorschlag an. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte zuvor dafür plädiert.

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/dpa

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