25 Jahre Mauerfall

Gysi sieht DDR nicht als Unrechtsstaat

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Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi.

Berlin - Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, sieht die DDR nicht als Unrechtsstaat. "Wir sind uns einig, diese Bezeichnung nicht zu verwenden", sagte Gysi der Zeitschrift "Superillu" in einem Interview.

"Wenn ich die DDR als Unrechtsstaat bezeichne, dann erkläre ich, dass die drei Westmächte das Recht hatten, die Bundesrepublik zu gründen, die Sowjetunion aber als Antwort nicht das Recht hatte, die DDR zu gründen."

Dies sei in Anbetracht von 20 Millionen Toten in der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg indiskutabel. "Allerdings muss betont werden, dass es Unrecht, auch grobes Unrecht, in der DDR gab und dass die Opfer endlich bessergestellt werden müssen", sagte Gysi weiter.

Gysi reagierte mit diesen Äußerungen auf die Debatte um ein gemeinsames Papier der SPD, der Grünen und der Linken in Thüringen, das die DDR als Unrechtsstaat bezeichnet. Ein Bekenntnis der Linken zur DDR als Unrechtsstaat ist für die Grünen in Thüringen Bedingung für eine rot-rot-grüne Regierung.

AFP

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