Bin Laden: Pornos in seinem Versteck gefunden?

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US-Spezialeinsatzkräfte sollen angeblich Porno-Material bei bin Laden gefunden haben

Abbottabad - Weitere Geheimnisse aus dem Leben Osama bin Ladens kommen nach und nach ans Licht. Jetzt sollen Videos mit pornographischen Inhalt im seinem Versteck in Abbottabad gefunden worden sein.

Laut der Nachrichtenagentur "Reuters", die sich auf US-Kreise beruft, handelt es sich um eine größere Sammlung moderner Videos mit pornographischem Inhalt. Wie der TV-Sender ABC am Freitag berichtete, wurden auch digital aufgenommene Pornovideos sichergestellt. Im Schlafzimmer des Anwesens habe man “unzüchtige Bilder“ entdeckt, die Paare beim Sex zeigen, sagte ein namentlich nicht genannter Regierungsmitarbeiter dem Sender CBS. Insgesamt habe es sich um eine “große Menge“ pornografischen Materials gehandelt, das in einer Holzkiste im Schlafzimmer des Al-Kaida-Chefs gefunden worden sei.

Allerdings ist unklar, ob sich Osama bin Laden, der mit drei Ehefrauen polygam lebte, das Material auch angesehen habe. Die Beschaffung der Videos ist ebenfalls bislang ungeklärt, da sich in dem Anwesen in Abbottabad kein Internet- oder Festnetzanschluss befunden habe.

Bin Laden wollte Obama töten lassen

Mit der Zeit kommen immer weitere Details aus bin Ladens Leben in seinem jahrelangen Versteck heraus. Seine E-Mails, Briefe und Notizbüchern werden nun von US-Spezialisten ausgewertet. Dabei sind die Ermittler auf eine überraschende Anweisung gestoßen: bin Laden wollte US-Präsident Barack Obama töten lassen. Der "Präsident ist selbstverständlich ein Top-Ziel, wenn man ihn erwischt", wird laut b ild.de ein Mitarbeiter der US-Terrorismusbekämpfung zitiert.

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Allerdings soll es sich dabei nicht um konkrete Befehle, sondern eher um "strageisches Denken" handeln, wie ein Insider der US-Website "Pro Publica" erklärt. Offizielle und seriöse Quellen haben sich bislang zu den Berichten noch nicht geäußert.

Verwirrende neue Audio-Botschaft gefunden

Laut CNN wurde zudem eine unveröffentlichte Audio-Botschaft des Terrorchefs sichergestellt, an der Bin Laden noch wenige Tage vor seinem Tod gearbeitet habe. Ein US-Beamter sprach von “verwirrenden“ Äußerungen zum arabischen Frühling - den Revolten in mehreren muslimischen Ländern. In der Botschaft, die Ende April produziert worden sei, gehe Bin Laden nur auf die Umstürze in Ägypten und Tunesien ein, nicht aber auf die Revolten in Libyen, Jemen und Syrien.

Es sei verwirrend, dass Bin Laden Zuspruch für die Sache der Regimegegner in Tunesien und Ägypten äußere, Monate nachdem die Revolten begannen, jedoch die anderen arabischen Staaten nicht erwähne. Ein Rätsel sei, warum der Al-Kaida-Chef nicht auch seine Unterstützung für die Aufständischen in Libyen bekundet habe - dabei habe Bin Laden den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi verabscheut, sagte der US-Beamte, der anonym bleiben wollte.

ms/dpa

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