Kanzlerschaft endet

Kretschmann zu Merkel: Werden sie vermissen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann spricht in Tübingen. Foto: Christoph Schmidt/dpa
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Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann spricht in Tübingen. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Die Kanzlerschaft von Angela Merkel neigt sich dem Ende entgegen. "Ich bin überzeugt davon, dass uns diese Kanzlerin fehlen wird", sagt Baden-Württembergs Regierungschef Kretschmann.

Stuttgart (dpa) - Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) schaut dem Ende der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) mit Wehmut entgegen.

"Ich bin überzeugt davon, dass uns diese Kanzlerin fehlen wird", sagte Kretschmann im Interview mit der "Heilbronner Stimme", dem "Mannheimer Morgen" und dem "Südkurier". Sie fehle künftig nicht nur wegen ihrer Politik in Zeiten der Corona-Pandemie, sondern auch wegen ihres Umgangs mit den vielen autoritären Regimen und Regierungschefs in der ganzen Welt.

Merkel sei eine krisenerfahrene Regierungschefin. Sie habe Ausdauer und einen langen Atem. "Ihre unprätentiöse Art ist etwas, was sehr gut zu einer Krisenpolitikerin passt. Wohin man in der Welt auch kommt, beneiden uns alle um eine solche Kanzlerin", lobte Kretschmann die Arbeit der CDU-Politikerin. Das Amt tauschen will der Grünen-Politiker mit ihr nicht. Er sei ganz froh darüber, dass er nur Ministerpräsident sei, und nicht mit den Putins, Trumps und Orbans dieser Welt telefonieren müsse.

Schon in Zeiten der Flüchtlingskrise hatte Kretschmann seine Sympathie für Merkel öffentlich bekundet. Damals erklärte der Grüne-Politiker, er bete für die Kanzlerin.

© dpa-infocom, dpa:201010-99-894860/4

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