Sport-Events und Co.

25.000 Zuschauer trotz Corona: Das planen Länder für Großveranstaltungen und Konzerte

Bei Konzerten und Sportevents wie der Fußball-Bundesliga könnten schon bald wieder 25.000 Zuschauer zusammenkommen. Die Bundesländer wollen lockern - trotz Delta-Variante.

Hamm - Derzeit gibt es zahlreiche Lockerungen in der Corona-Pandemie. Während die Delta-Variante immer stärker wird, soll es in Deutschland bald eine weitere wichtige Änderung geben. Geht es nach den Bundesländern, sollen Großveranstaltungen wie Konzerte oder Sportevents wie die Fußball-Bundesliga schon zeitnah wieder mit bis zu 25.000 Zuschauern möglich sein. (News zum Coronavirus)

LandDeutschland
Fläche357.386 km²
Einwohner83,02 Millionen (2019)

Konzerte und Veranstaltungen trotz Corona: Länder planen Events mit 25.000 Zuschauern

Große Veranstaltungen mit bis zu 25.000 Zuschauern sollen unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich werden - trotz der aufkommenden Delta-Variante. Das geht aus einem Beschluss der Arbeitsgruppe Großveranstaltungen der Chefs der Staatskanzleien hervor, auf den sich die Deutsche Presse-Agentur beruft. Eine formale Zustimmung der Ministerpräsidenten sei nicht notwendig, um die Corona-Lockerung unter Dach und Fach zu bringen. Die Neuregelung muss dann aber noch in das jeweilige Landesrecht übertragen werden.

Welche Obergrenze es für Zuschauer bei Veranstaltungen, Konzerten und Sport-Events wie der Fußball-Bundesliga künftig geben soll, bleibt den Ländern überlassen, sofern ein bestimmtes Kontingent nicht überschritten wird. Für „große Sportveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter“ gilt: Bei mehr als 5.000 Zuschauern darf nur maximal die Hälfte der am Veranstaltungsort möglichen Zuschauer zugelassen sein, aber nicht mehr als insgesamt 25.000 Personen. Bayern will die Obergrenze bei 20.000 Zuschauern ziehen und somit eine Stadion-Auslastung von maximal 35 Prozent der Höchstkapazität zulassen. Für bestimmte Großveranstaltungen sollen die Länder unter Umständen auch mehr Zuschauer zulassen dürfen.

Zuschauer-Rückkehr ins Stadion: Wegen Corona mit Obergrenze

Grundvoraussetzung für die Zuschauer-Rückkehr bei Großveranstaltungen, Konzerten und Sport-Events wie der Fußball-Bundesliga ist die Freigabe durch die Behörden. Noch immer spielt die Sieben-Tage-Inzidenz eine maßgebliche Rolle. Damit die Zuschauer problemlos unter der genannten Begrenzung ins Stadion strömen dürfen, darf die Inzidenz nicht über 35 liegen. Wer noch nicht gegen Corona geimpft ist, muss einen negativen Corona-Test vorlegen können. Außerdem sind die geltenden Hygieneregeln und das Abstandsgebot einzuhalten.

Mit der Obergrenze von 25.000 Zuschauern bei derartigen Sport-Veranstaltungen geht die Politik auch einen Kompromiss ein. Denn in Anbetracht der Delta-Variante hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zuletzt noch kritisch dazu geäußert, dass in London aktuell bei der EM bis zu 60.000 Menschen ins Stadion dürfen. Das sei insbesondere in einem Virusvariantengebiet unverantwortlich. Die Bundesliga-Saison startet im August.

Konzerte und Veranstaltungen trotz Corona: Maas und Gassen plädieren für Lockerungen

Bis dahin soll nach Rechnung von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) allen Menschen ein Impfangebot gemacht worden sein. „Wenn alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot haben, gibt es rechtlich und politisch keine Rechtfertigung mehr für irgendeine Einschränkung“, verteidigt Maas den Vorstoß der Staatskanzleien-Chefs bei Großveranstaltungen, Konzerten und Sport-Events wieder bis zu 25.000 Zuschauer zuzulassen.

Ähnlich hatte sich zuvor bereits der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, geäußert. Beschränkungen für Menschen, die längst beide Corona-Impfungen erhalten haben, seien nicht mehr tragbar, wenn alle ein Impfangebot bekommen hätten. Stattdessen müsse die Politik den Geimpften ihre Freiheiten wieder zurückgeben.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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