Sicherheitsnetz

Kinderkrankentage 2021 werden mit Bundes-Notbremse aufgestockt: Was Eltern jetzt wissen müssen

Das Kinderkrankengeld wird mit der Bundes-Notbremse aufgestockt - als „Sicherheitsnetz“ für Familien in Corona-Zeiten. Was Eltern wissen müssen.

Hamm - Homeschooling, Homeoffice - die Herausforderungen für Familien sind wegen des Coronavirus auch in NRW nach wie vor groß. Mit der geplanten Verabschiedung der sogenannten Bundes-Notbremse am Mittwoch (21. April) im Bundestag soll auch eine weitere Aufstockung der Kinderkrankentage beschlossen werden. (News zum Coronavirus)

Sars-CoV-2Medizinische Bezeichnung des Virus
Covid-19Bezeichnung für die durch das Virus ausgelöste Krankheit
Coronaviren/CoronaBezeichnung für eine Familie von Erregern. Es gibt unterschiedliche Corona-Stämme

Kinderkrankentage werden mit Bundes-Notbremse aufgestockt: Was bedeutet das für Eltern?

Das Bundeskabinett hatte den Schritt zur Aufstockung der Kinderkrankentage vor einer Woche auf den Weg gebracht - in Verbindung mit dem Gesetzentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Die Bundes-Notbremse wird in Sachen Schule sowie in zahlreichen anderen Bereichen des Lebens - unter anderem durch eine nächtliche Ausgangssperre - Änderungen mit sich bringen.

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich schrieb in einem Brief an die Mitglieder der SPD-Fraktion, dass viele Familien unter der Doppelbelastung von Homeoffice und Homeschooling litten. „Um hier etwas Erleichterung zu schaffen, weiten wir den Rechtsanspruch auf Kinderkrankentagegeld aus.“

Kinderkrankentage: Anspruch auf Kinderkrankengeld steigt 2021 - auch wegen Corona

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld steigt demnach noch einmal von 20 Tagen pro Elternteil und Kind auf 30 Tage. Für Alleinerziehende wird der Anspruch von 40 auf 60 Tage erhöht. Wegen coronabedingter Einschränkungen an Kitas und Schulen war die Anzahl der Krankentage Anfang des Jahres bereits pro Elternteil von 10 auf 20 verdoppelt worden, für Alleinerziehende von 20 auf 40 Tage.

Viele Familien leiden unter der Doppelbelastung von Homeoffice und Homeschooling. Der Rechtsanspruch auf Kinderkrankentage soll ausgeweitet werden, um Erleichterung zu schaffen.

Eltern können die Tage nutzen, wenn sie sich für die Kinder von der Arbeit freistellen lassen müssen, weil diese pandemiebedingt nicht in der Kita oder Schule betreut werden. Das ausgezahlte Kinderkrankengeld beträgt 90 Prozent des Nettoverdienstes. Eltern können es bei ihrer Krankenkasse beantragen.

Die Krankenkassen können für die Beantragung des Kinderkrankengeldes die Vorlage einer Bescheinigung der Kita oder der Schule verlangen. Dazu heißt es auf der Webseite des Bundefamilienministeriums: „Sollten Krankenkassen einen Nachweis durch die Einrichtungen verlangen, hat das Bundesfamilienministerium im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit eine Musterbescheinigung entwickelt, die von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen oder Schulen verwendet werden kann und eine Ergänzung zum formellen Antrag bei der gesetzlichen Krankenversicherung darstellt.“

Kinderkrankentage: Ausweitung als „zusätzliches Sicherheitsnetz“ in Corona-Zeiten

Eltern erhielten mit der erneuten Ausweitung der Kinderkrankentage „ein zusätzliches Sicherheitsnetz für den Fall, dass bei einer hohen Inzidenz Kinderbetreuungsmöglichkeiten ausfallen“, erklärte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) bereits in der vergangenen Woche. „Wenn Kitas oder Kindertagespflege aufgrund der Infektionslage vermehrt in den Notbetrieb gehen oder teilweise geschlossen werden müssen, dann heißt das für viele Eltern auch, dass sie sich wieder zu Hause um die Kinder kümmern müssen. Für diese schwierige Lage sind die Kinderkrankentage eine schnelle und unbürokratische Hilfe.“

Für viele Arbeitnehmer relevant: Seit Dienstag greift die neue Testpflicht bei der Arbeit. Unternehmen müssen Mitarbeitern Corona-Tests anbieten. Wer einfach mal abschalten und sich auspowern will, ist normalerweise mit Bewegung an der frischen Luft gut beraten. Die Bundes-Notbremse bringt allerdings neue Regeln für Sport im Freien mit sich. (mit Material von dpa und AFP)

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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