Kfz-Versicherung: Alle Änderungen für 2013 auf einen Blick

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Wenn es kracht, ist eine Kfz-Versicherung viel wert. Doch die Versicherer unterscheiden sich in Preis und Leistung.

Wechsel-Endspurt in der Kfz-Versicherung: Noch bis zum 30. November können Autofahrer ihre Versicherung kündigen. Ein Vergleich der Versicherer für das Jahr 2013 zahlt sich oft aus, denn die neuen Typklassen wirbeln die Preise durcheinander.

Es sind harte Zeiten für Autofahrer: Zum Jahreswechsel steigt die Kfz-Versicherung deutlich an. Das hat der Marktbeobachter Nafi ausgerechnet. Die Beratungsfirma aus Westfahlen sammelt alle Tarife der Kfz-Versicherer und wertet sie aus. Das Ergebnis: Der Vollkasko-Schutz erhöht sich im Schnitt um rund zehn Prozent. Die Teilkasko wird im Jahr 2013 um rund fünf Prozent teurer. Auch die Haftpflichtprämien sollen um zwei bis drei Prozent aufgestockt werden. Grund für die Preissteigerung: Fast alle Kfz-Versicherer schreiben rote Zahlen.

Alter nimmt Einfluss auf Typklassen

Dazu ändern sich auch die sogenannten Typklassen, in denen die Unfallhäufigkeit eines Fahrzeugtyps berücksichtigt wird. Bisher berechneten die Versicherer die Typklassen anhand der Unfall- und Schadensbilanzen der 22.000 Automodelle in Deutschland. Ab 2013 fließt erstmals das Alter der Versicherungsteilnehmer in die Berechnung mit ein. Besonders Führerscheinneulinge und Senioren gelten als Risikogruppe und zahlen mehr für die Kfz-Versicherung.

Nach Angaben des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rutscht etwa die Hälfte aller Fahrzeuge in eine neue Klasse. In den meisten Fällen geht es nur eine Klasse nach oben und nach unten. Die Auswirkungen auf die Beträge sind deshalb überschaubar. Es gibt aber auch Fahrzeuge, die sich um drei Klassen verschlechtern, wie zum Beispiel der Geländewagen Kia Sportage. Im Extremfall belaufen sich die Mehrkosten auf 500 Euro pro Jahr.

Versicherungen vergleichen und Geld sparen

Wegen der kurzen Vertragslaufzeit von einem Jahr herrscht zwischen den Versicherern ein ausgeprägter Wettbewerb. Es lohnt sich deswegen, die eigene Kfz-Versicherung zu überprüfen. Den besten Überblick über alternative Assekuranzen geben unabhängige Internetportale. Hier können Sie sich über die unterschiedlichen Angebote informieren und gegebenenfalls gleich einen Vertrag abschließen. Viele nützliche Tipps dazu bietet das Lexikon von toptarif.de an.

Achten Sie bei der Kfz-Versicherung aber nicht nur auf die Kosten. Besonders bei der Kasko-Versicherung sind auch die Leistungen wichtig. Ihre Versicherung sollte selbst dann zahlen, wenn Sie einen Unfall grob fahrlässig verursachen. Die gesetzliche Mindestdeckung bei Personenschäden von 2,5 Millionen Euro pro Person reicht nicht aus. Die Höhe der Deckungssumme sollte mindestens 50 Millionen Euro, besser noch 100 Millionen Euro betragen. Besitzen Sie einen Neuwagen, sollte Ihnen die Versicherung bei einem Totalschaden mindestens während der ersten zwölf Monate den Neuwert des Autos erstatten.

Kfz-Versicherung kündigen

Da die Policen in der Regel am 1. Januar beginnen, müssen Sie sich bis zum 30. November nach einem günstigeren Tarif umsehen: Kfz-Versicherungen haben einen Monat Kündigungsfrist. Wer nicht rechtzeitig kündigt, dessen Vertrag verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr. Am besten schicken Sie die Kündigung per Einschreiben und mit Rückschein.

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