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Karl Lauterbach wird Bundesgesundheitsminister und sagt Corona den Kampf an

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Von: Marcel Guboff

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Überraschung bei den SPD-Ministern: Karl Lauterbach wird jetzt doch Bundesgesundheitsminister in der Ampel-Koalition.

Hamm - Jetzt also doch. Karl Lauterbach (58) wird Gesundheitsminister in der künftigen Ampel-Regierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz. Das gehe aus dem Personalvorschlag des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz für die Ministerriege der SPD vor. Die Partei hat diese Information mittlerweile bestätigt.

Mitglied des Deutschen BundestagesKarl Lauterbach
Geboren21. Februar 1963 (Alter 58 Jahre), Düren
ParteiSozialdemokratische Partei Deutschlands

Karl Lauterbach wird Bundesgesundheitsminister - SPD benennt Minister

Der 58 Jahre alte Karl Lauterbach aus Düren in Nordrhein-Westfalen soll mitten in der Hochphase der vierten Corona-Welle das Amt vom scheidenden Amtsinhaber Jens Spahn (CDU) übernehmen.

Bei der Vorstellung hat sich Karl Lauterbach sich optimistisch gezeigt, dass die Corona-Pandemie überwunden werden kann. Sie werde länger dauern, als viele dächten, sagte der SPD-Politiker. „Wir werden das aber schaffen. Impfen wird die zentrale Rolle spielen, aber nicht nur (...) Wir werden den Kampf mit der Pandemie gewinnen“, sagte der 58-Jährige.

Karl Lauterbach (SPD), Gesundheitsexperte, spricht der Sitzung des Bundestags. Thema unter anderen zweite und dritte Beratung des von den Fraktionen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Gesetze anlässlich der Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite.
Karl Lauterbach wird wohl der neue Bundesgesundheitsminister. © Kay Nietfeld/dpa

Karl Lauterbach kündigte an, darüber hinaus das Gesundheitssystem zu stärken und robuster zu machen. „Mit uns wird es keine Leistungskürzungen im Gesundheitswesen geben.“ Für weitere Pandemien werde man besser gerüstet sein. Auf Nachfrage, welche Akzente er in der Pandemiebekämpfung setzen wolle und welche Rolle Corona für das kommende Weihnachtsfest spielen werde, sagte er: „Also ein wichtiges Ziel muss sein, die Fallzahlen so stark herunterzubringen, dass wir, ohne die Menschen zu gefährden, Reisen empfehlen können. Darauf werden wir Wert legen, großen Wert legen.“

Karl Lauterbach wird Gesundheitsminister - auch andere SPD-Minister bekannt

Das Ressort für Arbeit und Soziales soll erneut Amtsinhaber Hubertus Heil übernehmen. Das neue Bauministerium soll die Brandenburger SPD-Politikerin Klara Geywitz leiten. Innenministerin soll die hessische Politikerin Nancy Faeser werden. Das Verteidigungsressort soll Justiz- und Familienministerin Christine Lambrecht übernehmen. Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung soll Svenja Schulze aus Münster werden. Kanzleramtsminister soll Wolfgang Schmidt werden.

Das neue Bundeskabinett soll nach der für Mittwoch geplanten Wahl des neuen Bundeskanzlers vereidigt werden. Die Grünen besetzen das Außenministerium (Annalena Baerbock), das Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (Vize-Kanzler Robert Habeck), das Familienministerium (Anne Spiegel), das Umweltressort (Steffi Lemke) und das Agrarministerium (Cem Özdemir). Die FDP stellt den Finanzminister (Christian Lindner), den Verkehrsminister (Volker Wissing), den Justizminister (Marco Buschmann) und die Bildungsministerin (Bettina Stark-Watzinger).

Am Sonntag hatte sich überraschend auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für den SPD-Gesundheitsxperten ausgesprochen. Es brauche einen Ressortchef, der keine zehn Minuten Einarbeitungszeit benötige, sagte der CSU-Vorsitzende in der ARD-Sendung Anne Will. „Ich glaube, Herr Lauterbach kann das auf jeden Fall.“ Er würde es begrüßen, sollte die Wahl auf ihn fallen. „Ich hoffe, ich schade jetzt ihm da in dieser Situation nicht.“

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