"Es ist Wahlkampf"

Steinbrück verteidigt Anti-Hoeneß-Aktion

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Gut gelaunt: Peer Steinbrück

Berlin - SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat die Postkartenaktion der Jusos, mit der Bayern-Präsident Uli Hoeneß und das Thema Steuerbetrug aufgespießt werden, verteidigt.

„Erst beschweren sich einige über einen angeblich lahmen Wahlkampf. Dann gibt es dank Klaus Staeck etwas politische Satire und es erregen sich dieselben Gemüter“, erklärte Steinbrück auf seiner Homepage. „Es ist Wahlkampf“, betonte er.

Peer Steinbrück: Von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen

Peer Steinbrück: Von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen

So etwa sieht das Motiv auf der umstrittenen Postkarte aus.

Die von dem Grafikdesigner Staeck gestaltete Karte zeigt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beim Handschlag mit Hoeneß, dem ein Prozess wegen Steuerbetrug droht. Die Karte, auf der kein SPD-Logo zu sehen ist, ziert der Spruch: „Glückwunsch Uli! Wir Steuern das schon“. Der SPD-Nachwuchs will bis zu 100.000 Karten an Fußballstadien verteilen.

Der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki sowie BVB-Geschäftsführer Joachim Watzke hatte die Aktion kritisiert.

Der FC Bayern München sieht in der Postkartenaktion ein Eigentor. „Ich glaube, dass ist ein schöner Rohrkrepierer der SPD, den sie sich da geleistet hat“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge am Samstag nach dem 2:0-Sieg des FC Bayern in der Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg.

dpa

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