Diplomaten: Irland-Hilfspaket gebilligt

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Der irische Finanzminister Brian Lenihan kann mit einer Unterstützung der EU rechnen.

Brüssel - Die Finanzminister der Eurogruppe haben am Sonntag einem Hilfspaket von 85 Milliarden Euro für Irland zugestimmt, wie aus Diplomatenkreisen verlautete.

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Letztes Wort haben EU-Finanzminister

Im Anschluss mussten noch die Minister aller 27 EU-Staaten grünes Licht geben, was als sicher galt. Beteiligt sind am dem Hilfspaket neben Brüssel, den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auch die Nicht-Euro-Länder Großbritannien, Schweden und Dänemark.

Im Gegenzug hat sich die irische Regierung zu einem Konsolidierungsprogramm von 15 Milliarden Euro verpflichtet, mit dem die Staatsverschuldung von 32 Prozent binnen drei Jahren auf die erlaubten drei Prozent zurückgefahren werden soll.

Die Bundesrepublik ist der größte Garantiegeber für Irland: Der deutsche Steuerzahler bürgt mit 10,2 Milliarden Euro für die grüne Insel. Kosten entstehen aber nur für den Fall, dass Irland die Kredite nicht zurückzahlen kann.

Gläubigerbeiteiligung “von Fall zu Fall“

Die EU-Finanzminister haben sich außerdem auf einen Kompromiss zur Gläubigerbeteiligung an einem dauerhaften Krisenmechanismus für die Zeit ab 2013 geeinigt.

Danach muss die Privatwirtschaft “von Fall zu Fall“ bei der Bewältigung künftiger Krisen mithaften, verlautete es aus Verhandlungskreisen.

dapd

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