Impfgipfel heute

Corona-Impfgipfel: Hausärzte starten nach Ostern - Angela Merkel erklärt Beschluss

Die Beschlussvorlage des Impfgipfels ist durchgesickert. Angela Merkel und die Ministerpräsidenten setzen bei der Corona-Impfung auf die Hausärzte. Sie sollen direkt nach Ostern starten.

Update vom 19. März, 19.32 Uhr: Die Hausärzte in Deutschland sollen unmittelbar nach Ostern routinemäßig in die Impfungen gegen das Coronavirus einsteigen. Wegen der zunächst noch geringen Mengen an verfügbarem Impfstoff wird das Impfen in den Hausarztpraxen aber nur langsam starten. In dem Beschlusspapier des Impfgipfels ist von etwa einem Impftermin pro Woche die Rede. Umgerechnet auf rund 50.000 Hausärzte in Deutschland geht es demnach um eine Größenordnung von 20 Impfdosen pro Praxis - insgesamt rund eine Million Impfdosen. In der letzten Aprilwoche sollen dann jedoch schon fast 3,2 Millionen Impfdosen an Hausarztpraxen gehen.

NameJens Spahn
BerufBundesgesundheitsminister
ParteiCDU

Update vom 19. März, 19.01 Uhr: Mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen am Montag (22. März) sagte Angela Merkel angesichts eines exponentiellen Wachstums bei den Corona-Neuinfektionen: „Wir werden leider von der Notbremse Gebrauch machen müssen.“ Merkel betonte, dass sie sich persönlich mit dem Imfpstoff von Astrazeneca impfen lassen würde.

Impfgipfel: Hausärzte sollen direkt nach Ostern mit Impfungen starten

Update vom 19. März, 18.53 Uhr: Angela Merkel äußert sich zu den Beschlüssen den Impfgipfels. Zusätzliche Impfdosen, die Biontech/Pfizer noch bis Ende März liefern wird, sollen in grenznahe Regionen zu Frankreich und Tschechien gehen, also nach Bayern, Thüringen, Sachsen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Der Rest des Kontingents geht in die Hausarztpraxen. Dort soll direkt nach Ostern mit den Impfungen begonnen werden. Merkel: „Wir wollen erreichen, dass wir ab dem zweiten Quartal so schnell wie möglich so flexibel wie möglich impfen können. Die Devise lautet: Impfen, impfen, impfen.“

Update vom 19. März, 18.42 Uhr: Die Hausärzte in Deutschland sollen unmittelbar nach Ostern routinemäßig in die Impfungen gegen das Coronavirus einsteigen. Das ist ein erster Beschluss der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Länderregierungschefs.

Update vom 19. März, 16.16 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die Ministerpräsidenten der Länder tagen seit 15 Uhr beim Impfgipfel. Wie soll es mit den Corona-Impfungen in Deutschland weitergehen? Die geleakte Beschlussvorlage der Beratungen liegt auch dpa aus mehreren Quellen vor. Die Regierung setzt auf die Hausärzte.

Beschlussvorlage für Impfgipfel durchgesickert: Regierung setzt auf Hausärzte

Mit den Mengen, die wir in den ersten Aprilwochen erwarten, (…) wird es in den Hausarztpraxen erstmal mit etwa umgerechnet einer Impfsprechstunde pro Woche beginnen können», sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Er kündigte die Möglichkeit eines weiteren Lockdown bei der Pressekonferenz mit Karl Lauterbach an.

Laut der Beschlussvorlage aus dem Kanzleramt stehen im April rund 15,4 Millionen Impfdosen in Deutschland zur Verfügung. Die Liefermengen sollen dann weiter steigen. Im zweiten Quartal sollen bisherigen Angaben zufolge 46,6 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer und Moderna und - nach einer etwas nach unten korrigierten Ankündigung - 15 Millionen Astrazeneca-Dosen geliefert werden.

Corona-Impfgipfel am Freitag: Beschlussvorlage zu Corona-Impfungen durchgesickert

[Ursprungsmeldung] Hamm - Der Impfgipfel mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder startet am Freitag, 19. März, um 15 Uhr. Sie sprechen über die Zukunft der Corona-Impfungen in Deutschland.

Die Bild hat im Vorfeld die Beschlussvorlage des Impfgipfels geleakt. Der Entwurf hat den Stand 19. März, 11 Uhr. Demnach halten Bund und Länder daran fest, im Sommer allen Bürgerinnen und Bürgern eine Corona-Impfung anzubieten. Durch den Stopp der Astrazeneca-Impfungen und Lieferschwierigkeiten rückt das Ziel jedoch in die Ferne. NRW-Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet hatte bereits Druck gemacht, um das Impf-Tempo wieder zu erhöhen.

Die Bundesregierung geht laut Beschlussvorlage davon aus, dass im April der Corona-Impfstoff noch knapp sein wird. Jedoch sollen vier Millionen Dosen von Biontech/Pfizer in den kommenden Wochen in die EU geliefert werden - und mit einem Anteil von 580.000 Impfdosen nach Deutschland. Diese sollen für die Bekämpfung der Mutation und für Hotspots eingesetzt werden. In Nordrhein-Westfalen ist derzeit der Märkische Kreis besonders von hohen Infektionszahlen betroffen.

Auch die Hausärzte sollen bald impfen. Ein konkretes Datum wird in der Beschlussvorlage noch nicht genannt. Nur, dass sie bereits im April zu Corona-Impfungen bereit sein sollen. So sollen Patienten, die nicht ins Impfzentrum fahren können, weil sie beispielsweise bettlägerig sind, und vorerkrankte Personen besser und schneller geimpft werden können. In dem Entwurf wird eine Lieferung in der 14. Kalenderwoche, also dem 5. bis 11. April für die Hausärzte genannt.

Impfgipfel mit Gesundheitsminister Jens Spahn: So viele Impfdosen zunächst für die Hausärzte

Die Mengen des Impfstoffes sollen zunächst noch gering sein. In der Beschlussvorlage wird die Zahl 20 Impfdosen pro Woche und Praxis genannt, wenn etwa 50.000 Hausarztpraxen mitmachen. Insgesamt ist zunächst mit einer Million Impfdosen für die Hausärzte zu rechnen. Die Impfkapazitäten in den Impfzentren soll gesteigert werden. Die Impfreihenfolge soll dabei eingehalten werden.

Zudem soll es zusätzliche Impfdosen an die Bundesländer geben, deren Nachbarländer besonders betroffen sind und bei denen ein reger Pendler-Verkehr herrscht. Das betrifft das Saarland und die französische Region Moselle, sowie Bayern, Sachsen und Thüringen mit ihrer Grenze zu Tschechien. In Tschechien liegt die Durchschnittsinzidenz derzeit über 700.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/POOL afp | John Macdougall

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