Weiter pflichten für Arbeitgeber

Homeoffice-Pflicht endet: Muss ich wieder ins Büro? Diese Regeln gelten ab 1. Juli

Die Homeoffice-Pflicht in NRW und ganz Deutschland endet bald. Das heißt nicht zwingend, dass alle Arbeitnehmer wieder ins Büro müssen. Es gibt weiterhin Corona-Regeln.

Hamm - Es könnte bald wieder voll werden in den Büros. Denn ab dem 1. Juli werden die Corona-Regeln am Arbeitsplatz gelockert. Die offizielle Pflicht zum Homeoffice-Angebot geht zu Ende. Weil die Corona-Zahlen in Deutschland mehr und mehr sinken, läuft die strikte Vorgabe aus. (News zum Coronavirus)

Sars-CoV-2Medizinische Bezeichnung des Virus
Covid-19Bezeichnung für die durch das Virus ausgelöste Krankheit
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Homeoffice-Pflicht endet: Muss ich jetzt wieder ins Büro? Das ist zu beachten

Müssen dann Arbeitnehmer wieder zurück ins Büro? Nicht zwingend. Auch wenn das laut neuer Corona-Arbeitsschutzverordnung nicht mehr nötig ist, sind Arbeitgeber demnach aber weiterhin gehalten, „die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen (...) auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren“.

Dazu bleibt es dabei, dass betriebliche Hygienepläne erstellt und Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen - etwa durch Trennwände und Abstandsregeln. Wo das nicht möglich ist, müssen medizinische Masken (OP- oder FFP2-Masken) zur Verfügung gestellt werden.

Trotz sinkender Corona-Zahlen und steigender Impfquote - in NRW werden wieder Termine für Erstimpfungen angeboten - bleibt die Maskenpflicht im Büro ein wichtiges und effektives Mittel. - „und zwar am besten überall“,  sagte Dr. Christof Asbach, Präsident der Gesellschaft für Aerosolforschung, im Gespräch mit t-online.de.

Homeoffice-Pflicht endet: Experte rät weiter zur Maskenpflicht im Büro

Weiter warnte er: „Oft wird gern am Schreibtisch oder auf dem Gang die Maske getragen, und dann setzen sich fünf Kollegen gemeinsam ohne Maske in die Teeküche. Das ist natürlich nicht sinnvoll.“ Daher rät er: „Enge Räume ohne Maske – wie etwa Fahrstühle oder Toiletten – sollten Sie meiden.“

Die verbindliche Vorgabe, dass eine Mindestfläche von zehn Quadratmetern für jede im Raum befindliche Person nicht unterschritten werden darf, entfällt allerdings. Die am 1. Juni in Kraft tretenden Anpassungen in Corona-Arbeitsschutzverordnung gelten vorerst bis zum 10. September.

Welche Corona-Regel für den Arbeitsplatz jedoch bestehen bleibt: Unternehmen müssen weiterhin zwei Corona-Tests pro Woche für Beschäftigte anbieten, die nicht von zu Hause aus arbeiten können. Diese sollten die Arbeitnehmer auch nutzen. Denn: „Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Test lediglich Auskunft über die Viruslast der nächsten vier Stunden gibt. Also müsste man streng genommen eher zwei Mal am Tag als zwei Mal pro Woche testen“, erklärte Michael Kloth vom Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit im Gespräch mit t-online.de.

Ende der Homeoffice-Pflicht: Kontaktbeschränkungen weiterhin notwendig

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte derweil zur Anpassung der Corona-Arbeitsschutzverordnung: „Wir brauchen auch weiterhin Kontaktbeschränkungen und regelmäßige Testangebote in den Unternehmen und Verwaltungen. Eine vierte Welle muss unbedingt vermieden werden. Die jetzt vorgenommenen Anpassungen der Corona-Arbeitsschutzverordnungen ermöglichen es, die betrieblichen Infektionsschutzmaßnahmen an die erfreulich gesunkenen Infektionszahlen anzupassen.“

Seit Januar waren Arbeitgeber dazu angehalten, ihren Beschäftigten aufgrund der Corona-Lage überall dort Homeoffice anzubieten, wo es möglich war. Zuletzt hatte bereits Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Lockerungen dieser Regeln in Aussicht gestellt.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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