„Schritt für Schritt“

Homeoffice-Pflicht vor Lockerung: Minister stellt Rücknahme von Regeln in Aussicht

Die Homeoffice-Pflicht soll Kontakte in Zeiten der Corona-Krise reduzieren. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier stellt nun Lockerungen der Regeln in Aussicht.

Hamm - Eine Maßnahme, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, ist die Pflicht zum Homeoffice. Die Bundesregierung hatte daher die Corona-Arbeitsschutzverordnung entsprechend angepasst. (News zum Coronavirus)

Sars-CoV-2Medizinische Bezeichnung des Virus
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Coronaviren/CoronaBezeichnung für eine Familie von Erregern. Es gibt unterschiedliche Corona-Stämme

Homeoffice-Pflicht vor Lockerung: Minister stellt Rücknahme von Regeln in Aussicht

Mehrere Punkte sind darin festgehalten, um die Kontakte am Arbeitsplatz so gut wie möglich einzudämmen. Folgende Regeln gelten aktuell laut Bundesregierung:

  • Arbeitgeber sind verpflichtet, Homeoffice anzubieten, soweit keine betrieblichen Gründe entgegenstehen.
  • Für Beschäftigte, die nicht im Homeoffice arbeiten können, haben die Arbeitgeber durch geeignete Maßnahmen den gleichwertigen Schutz sicherzustellen. 
  • Begrenzung der Beschäftigtenzahl in geschlossenen Arbeits- und Pausenräumen (10 qm pro Person),
  • Bildung von festen betrieblichen Arbeitsgruppen,
  • das Tragen von Mund-Nasen-Schutz bei unvermeidbarem Kontakt: Für das Arbeiten im Betrieb müssen Arbeitgeber zumindest medizinische Gesichtsmasken (OP-Masken) zur Verfügung stellen, wenn Anforderungen an Räume oder Abstand aus bestimmten Gründen nicht eingehalten werden können.
  • Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten, die nicht ausschließlich von ihrer Wohnung aus arbeiten, einmal pro Woche einen Corona-Test anbieten, Beschäftigtengruppen mit erhöhtem Infektionsrisiko sollen zweimal pro Woche ein Testangebot erhalten. Die Kosten für die Tests übernehmen die Unternehmen.

Doch die Regeln zur Homeoffice-Pflicht könnten schon bald gelockert werden. Das hat jetzt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Aussicht gestellt. „Ich glaube, dass die Idee, dass man zur Normalität zurückkehrt, sicherlich auch bedeutet, dass man dann dort, wo es Sinn macht, auch wieder vor Ort arbeiten kann“, sagte Peter Altmaier der Bild. Es soll „Schritt für Schritt weniger Vorschriften“ zum Homeoffice geben.

Trotz Lockerung der Homeoffice-Pflicht werden viele wohl weiter von zu Hause arbeiten

Mit einer Abkehr vom Homeoffice rechnet der CDU-Minister jedoch nicht. Er glaube, dass viele Beschäftigte trotzdem weiter von zu Hause arbeiten könnten, sagte er. Viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer arrangierten sich und machten flexiblere Arbeitsmodelle möglich. Das sei eine der positiven Lektionen aus der Corona-Krise.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) forderte derweil ein Ende der Homeoffice- und Testpflicht in den Betrieben. Der Impffortschritt müsse mit einer Rückkehr in einen normalen Geschäftsbetrieb verbunden sein, heißt es in einem am Dienstag (25. Mai) veröffentlichten Positionspapier, das an die Bundesregierung gerichtet ist. Der BDI sprach sich für einen Stufenplan aus, der festlegt, wie Corona-Maßnahmen in den Betrieben verringert und abgeschafft werden können.

Laut Infektionsschutzgesetz muss ein Arbeitgeber, wie zuvor auch in der Arbeitsschutzverordnung geregelt, überall dort Homeoffice anbieten, wo das möglich ist. Nach bisherigen Plänen läuft die Regelung Ende Juni ohnehin aus.

In anderen Bereichen stehen in NRW längst Lockerungen und Öffnungen bevor - so sieht es der aktuelle Stufenplan vor. (mit dpa-Material)

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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