In seiner Friedensbotschaft

Hass gegen Migranten: So heftig rechnet der Papst mit Politikern ab

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Papst Franziskus: „Abschottung“ und „Nationalismus“ gefährden den Frieden in der Welt.

Klare Worte bei seiner traditionellen Friedensbotschaft: Papst Franziskus hat mit Politikern abgerechnet, die Migranten als Sündenböcke benutzen.

Rom - „Nicht tragbar sind politische Diskurse, welche die Migranten aller Übel beschuldigen und den Armen die Hoffnung nehmen“, erklärte der Pontifex in seiner traditionellen Friedensbotschaft am Dienstag in Rom. Die Menschen lebten derzeit in einem „Klima des Misstrauens, das in der Angst vor dem anderen oder Fremden, in der Angst vor dem Verlust der eigenen Vorteile wurzelt“. „Abschottung“ und „Nationalismus“ gefährdeten den Frieden in der Welt.

Statt Angst vor Migranten zu schüren, müsse betont werden, dass der Frieden „auf der Achtung jedes Menschen unabhängig von seiner Geschichte und auf der Achtung des Gesetzes und des Gemeinwohls“ beruhe, so das Katholiken-Oberhaupt. „Neben den Tugenden gibt es leider auch in der Politik Laster, die sowohl auf mangelnde persönliche Eignung wie auch auf Missstände im Umfeld und in den Institutionen zurückzuführen sind.“

Die Botschaft veröffentlicht der Papst regelmäßig zum Weltfriedenstag, den die katholische Kirche am 1. Januar begeht. In diesem Jahr hatte die Botschaft das Thema „Gute Politik steht im Dienste des Friedens“.

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dpa

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