Hartz-IV-Empfänger fühlen sich kränker als Erwerbstätige

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Ob Arbeitslosigkeit krank macht oder umgekehrt Krankheit bedürftig, lässt sich aus der Studie nicht ableiten. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv- und Symbolbild

Nürnberg (dpa) - Hartz-IV-Empfänger schätzen ihre Gesundheit schlechter ein als Menschen mit Job. 40 Prozent der Empfänger von Arbeitslosengeld II gaben in einer Befragung an, gesundheitlich stark eingeschränkt zu sein.

Bei den Erwerbstätigen waren es dagegen nur etwa 20 Prozent, wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Montag mitteilte. Auch früheren Hartz-IV-Empfängern, die wieder eine Arbeit gefunden haben, ging es gesundheitlich deutlich besser als den weiterhin Bedürftigen.

Die Forscher betonen jedoch, dass die Befragungsergebnisse keinen Aufschluss über Ursache und Wirkung geben. Es könne sein, dass Arbeitslosigkeit krank mache; aber genauso, dass Krankheit bedürftig mache. "In der Praxis der Arbeitsvermittlung kann sich der im Durchschnitt schlechtere Gesundheitszustand von Leistungsbeziehern als Vermittlungshemmnis darstellen", schreiben die IAB-Forscher. Für die Studie wurden etwa 11 700 Menschen zwischen 20 und 64 Jahren befragt.

IAB-Kurzbericht

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