Unterzeichnet wurden die Briefe von „Den Deutschen“

Rechtsradikale sprechen von „schwerem Krieg“ und brennenden Moscheen - Drohbriefe gegen türkische Geschäftsleute

In Hannover ermittelt die Polizei derzeit wegen Drohbriefen an türkische Geschäftsleute. (Symbolbild)
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In Hannover ermittelt die Polizei derzeit wegen Drohbriefen an türkische Geschäftsleute. (Symbolbild)

In einem Drohbrief an türkische Geschäftsleute in Hannover kündigen Unbekannte einen „schweren Krieg“ an. Unterschrieben wurde mit „Die Deutschen“. Nun ermittelt die Polizei. 

  • In Hannover haben türkische Geschäftsleute Drohbriefe erhalten. 
  • Dabei ist von einem „schweren Krieg“, der im Steintorviertel bevorstehen soll, die Rede.
  • Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. 

Hannover - Türkische Geschäftsleute haben in Hannover Drohbriefe bekommen, in denen das Anzünden von Moscheen angedroht wird. Die Polizei ermittele wegen des Verdachts der Volksverhetzung und der Bedrohung, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover am Dienstag mit. Zunächst hatte die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet.

Dem Bericht zufolge werden die Geschäftsleute in den Briefen beschimpft. Außerdem wird demnach in den Schreiben ein „schwerer Krieg“ im Steintorviertel angekündigt. Unterzeichnet sei der Brief mit „Die Deutschen“.

Drohbriefe an Geschäftsleute aus der Türkei wecken Erinnerungen an NSU-Morde

Solche Nachrichten wecken unweigerlich Erinnerungen an die grausamen NSU-Morde, bei denen zehn Menschen getötet wurden*. Erst vor Kurzem hat das Oberlandesgericht in München die schriftliche Urteilsbegründung fertiggestellt. Sie umfasst mehr als 3000 Seiten. Weitere Informationen zum Urteil im NSU Prozess erhalten Sie im nachfolgenden Video. (dpa/cia) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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