Geißler: Es gibt keinen Baustopp

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Nach seinem Schlichterspruch schließt Heiner Geißler einen Baustopp bei Stuttgart 21 aus.

München - Nach seinem Schlichterspruch schließt Heiner Geißler einen Baustopp bei Stuttgart 21 aus. Die Friedenspflicht sei zu Ende, und die Bahn habe nun das Recht weiterzubauen. Von wem er Rückendeckung erhält:

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Das sagte Geißler im Interview der “Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag). Gleichzeitig forderte der CDU-Politiker die Bahn jedoch auf, die Gegner des Milliardenprojekts nicht mit einer sofortigen Wiederaufnahme der Bauarbeiten zu reizen. “Die Bahn will und soll die Menschen nicht provozieren“, sagte Geißler. Der CDU-Politiker sagte weiter: “Die Bahn-Leute fahren jetzt nicht wieder gleich mit dem Bagger vor, das tun sie nicht, weil sie ja auch nicht blöd sind.“

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“Ich bin doch nicht Harun al-Raschid“, sagte Geißler darüber, was sich die Parteien von der Schlichtung erhofften, was machbar war und was jetzt geschehen könnte. Stuttgart 21 sei fehlerhaft. “Ich habe gesagt, was man verbessern muss und mich für das realistischere Konzept entschieden“, sagte Geißler.

Zeil drängt auf schnellen Bau

Nach dem Ende der Schlichtung zum Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 hat Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) einen schnellen Weiterbau des Bahnhofs angemahnt. “Wir erwarten, dass die Arbeiten rasch wieder aufgenommen (werden) und der Zeitplan eingehalten werden kann“, sagte er der “Augsburger Allgemeinen“ (Donnerstag). Der Minister forderte die Projektträger auf, sie sollten jetzt schnell Klarheit darüber schaffen, ob und in welcher Form die Planungen angepasst werden sollen. Das Bahnhofsprojekt sei wegen kürzerer Fahrzeiten von Stuttgart nach München auch für Bayern von zentraler Bedeutung.

Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth forderte in der Zeitung dagegen einen Baustopp als “logische Konsequenz aus dem Schlichterspruch“.

dpa

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