Gefahren durch soziale Netzwerke

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Soziale Netzwerke ziehen vor allem junge Menschen an. Doch jeder, der einer Online-Community beitritt, muss sich auch der Gefahren wie Mobbing bewusst sein.

Soziale Netzwerke versprechen Freundschaft per Mausklick. Doch in Online-Communities lauern auch Gefahren: Der Handel mit persönlichen Daten ist nur eine davon. Worauf Sie bei der Nutzung sozialer Netzwerke achten sollten, erfahren Sie hier.

Im Oktober 2012 meldete Facebook, das weltweit größte soziale Netzwerk, erstmals eine Milliarde aktive Nutzer. Das Durchschnittsalter eines Facebook-Nutzers liegt bei 23 Jahren. Zu den in Deutschland am meisten genutzten sozialen Netzwerken gehören neben Facebook auch SchülerVZ, StudiVZ, MyVZ, Xing, Wer-kennt-wen, LinkedIn und Google+.

Soziale Netzwerke sammeln Daten

Soziale Netzwerke habe eines gemeinsam: Der Nutzer legt zunächst ein „Profil“ an, um sich anderen vorzustellen. Oft kann er sein Foto hochladen, Beruf und Hobbys eintragen, Alter, Wohnort, Familienstand oder politische Ansichten. Gerade in der Offenherzigkeit mancher Menschen liegt die größte Gefahr, die soziale Netzwerke bergen: Viele finanzieren sich zum Beispiel durch den Handel mit Nutzer-Daten. Jeder Klick auf den „Like“-Button und jeder gepostete Link tragen dazu bei, den Nutzer gläserner zu machen. Von solchen Daten konnten die Wirtschaft und Geheimdienste bislang nur träumen.

Karriere-Aus durch Facebook-Fotos

Personalverantwortliche größerer Firmen durchforsten inzwischen das Internet und besonders soziale Netzwerke nach Informationen über Jobanwärter. Wer auf Facebook-Fotos betrunken auf einer Party in der Ecke liegt, wird seine Bewerbungsmappe zurückerhalten. Vorgekommen sind auch Fälle, in denen ein Angestellter im Internet über seine Firma lästerte und gekündigt wurde – der Chef las mit. Extreme politische Forderungen aus der Studentenzeit bleiben noch Jahre später auffindbar, selbst wenn der Verfasser zum Vorstandvorsitzenden eines DAX-Unternehmens aufgestiegen ist.

Gefahren für Kinder durch soziale Netzwerke

Wenn ihre Kinder sich in soziale Netzwerke einloggen, sollten Eltern wachsam sein. Es besteht die Gefahr, dass Minderjährige mit jugendgefährdenden Inhalten konfrontiert werden, warnt zum Beispiel Techfacts. Darstellungen von Sex und Gewalt sind in einigen Communities keine Seltenheit. Auch Pädophile suchen im Internet nach Bildern und Adressen von möglichen Opfern, um Kontakt zu Kindern aufzunehmen.

Mobbing ist ein Phänomen, das durch das Internet noch verstärkt werden kann. Die Aggression gegen Schwächere setzt sich nach Schulschluss auf Facebook, SchülerVZ & Co. fort. Eltern tun gut daran, ihre Kinder mit den Gefahren, die soziale Netzwerke mit sich bringen, nicht allein zu lassen.

Tipps: So nutzen Sie soziale Netzwerke sicher

Damit Sie und Ihre Kinder sich sicher im Internet bewegen, beachten Sie folgende Tipps:

  • Vergessen Sie niemals, dass Sie sich im öffentlichen Raum bewegen. Was immer Sie posten oder liken: Stellen Sie sich vor, dass es eine Milliarde Menschen sehen kann – auch Ihre Mutter oder Ihr Chef. Behalten Sie den Überblick über Ihren Freundeskreis.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Privatsphäre-Einstellungen.
  • Seien Sie misstrauisch bei Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs).
  • Die Tabu-Themen des Smalltalks gelten auch für soziale Netzwerke: Vermeiden Sie Gespräche über Geld, Sex und schwere Krankheiten. Beleidigen Sie niemanden.
  • Kinder sollten sich in sozialen Netzwerken nie mit ihrem wirklichen Namen anmelden. Achten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind darauf, dass auf dem Profilbild das Gesicht nicht zu erkennen ist.
  • Schärfen Sie Ihren Kindern ein, niemals ihre Adresse preiszugeben. Seien Sie wachsam, ohne die Kinder zu sehr zu kontrollieren.

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