Minister aus Auslandsbesuch

Gabriel: Mauerbau ist Angelegenheit zwischen USA und Mexiko

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Bundesaußenminister Gabriel in Mexiko.

Mexiko-Stadt - Außenminister Sigmar Gabriel geht nicht davon aus, dass sich deutsche Unternehmen am Bau einer Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko beteiligen. Weitere Kommentare dazu vermied der Minister.

„Ich kenne kein deutsches Unternehmen, das sich dafür interessiert, daran teilzunehmen“, sagte er am Freitag bei einem Besuch in Mexiko-Stadt.

Weiter wollte Gabriel den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Mauerbau an der rund 3200 Kilometer langen Grenze zwischen den Nachbarstaaten nicht kommentieren. „Das ist erstmal eine Angelegenheit, die zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten verhandelt werden muss“, sagte der SPD-Politiker. „Es gibt eine massive illegale Einwanderung, es gibt Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten. Wie man das am besten und wirksamsten bekämpft, müssen die beiden Länder miteinander aushandeln.“

Der Mauerbau wurde im März ausgeschrieben. Wie viele Unternehmen sich daran beteiligt haben, ist unklar. 700 Firmen nicht nur aus den USA haben aber Interesse bekundet. Die erste Stufe des Wettbewerbs soll Anfang Juni abgeschlossen werden. Dann sollen Unternehmen für den Bau von Prototypen ausgewählt werden. Die Mauer könnte Schätzungen zufolge 21 Milliarden US-Dollar (19 Milliarden Euro) kosten.

Trump will, dass Mexiko dafür zahlt. Die mexikanische Regierung hatte aber wiederholt erklärt, dass sie nicht für die Kosten aufkommen werde. Außenminister Luis Videgaray sprach nach seinem Treffen mit Gabriel von einer „unfreundlichen Geste“ der USA. „Mexiko glaubt an Brücken, nicht an Mauern“, sagte er. Der deutsche Außenminister hatte vor Mexiko die USA besucht.

dpa

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