„Werden keine Exzesse dulden“

Frankreich rüstet für G7-Gipfel mit über 10 000 Polizisten und Militär: Minister kündigt hartes Vorgehen an

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Christopher Castaner (M.) will hart gegen Unruhestifter vorgehen.

Der G7-Gipfel in Biarritz steht bevor. Franreichs Innenminister Christophe Castaner will dabei nichts dem Zufall überlassen und kündigt eine harte Linie an. 

Update vom 23. August:  Alle Neuigkeiten zum G7-Gipfel in Biarritz gibt es im Newsticker.

Originalmeldung: Frankreich mobilisiert für den G7-Gipfel ab Samstag ein massives Aufgebot an Sicherheitskräften: Im Atlantik-Badeort Biarritz sind 13.200 Polizisten im Einsatz, wie der französische Innenminister Christophe Castaner am Dienstag bei einem Besuch in der Stadt mitteilte. Die Behörden befürchten Ausschreitungen von Gipfelgegnern. Mehrere Verdächtige wurden unter dem Vorwurf des Gewaltaufrufs vorübergehend festgenommen.

Hartes Vorgehen gegen Gewalttäter: Polizei und Militär in Biarritz

"Wir werden keine Exzesse dulden", sagte Innenminister Castaner in Biarritz, wo ab Samstag unter anderem US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet werden. Die Sicherheitskräfte würden hart gegen Gewalttäter vorgehen, kündigte der Minister an. Das französische Militär soll nach seinen Worten die Polizei während des dreitägigen Gipfels unterstützen. Die Armee ist in Frankreich im Kampf gegen Terroristen im Einsatz.

Vor G7-Gipfel in Frankreich: Bereits fünf Festnahmen wegen „Provokationen“

Wegen mutmaßlicher Gewaltaufrufe gegen Sicherheitskräfte wurden fünf Menschen festgenommen. Vier der Verdächtigen wurden wieder auf freien Fuß gesetzt, gegen einen fünften ermitteln die Behörden weiter. Ihm wird "Provokation" mittels elektronischer Medien vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Frankreich befürchtet die Bewegung „Schwarzer Block“ bei G7-Gipfel

Vorher hatte es von den Ermittlungsbehörden geheißen, unter den Festgenommenen seien mutmaßliche Anhänger der Bewegung Schwarzer Block, die schon beim G20-Gipfel in Hamburg für Eskalationen sorgten. Sie sollen in Online-Netzwerken dazu aufgerufen haben, ein Hotel anzugreifen, in dem Polizisten während des Gipfeltreffens untergebracht sind. In einem Aufruf habe es geheißen, das Gebäude solle "niedergebrannt" werden.

G7-Gipfel am Atlantik: Badeort Biarritz wird abgeriegelt

Die vor allem bei Surfern beliebte Stadt Biarritz im Südwesten Frankreichs wird für den dreitägigen Gipfel abgeriegelt: Der Flughafen sowie die Bahnhöfe in der Stadt und im Umland werden für die Dauer des Treffens geschlossen. Zum Atlantik hin richten die Behörden eine scharf kontrollierte "rote Zone" ein. Sie erstreckt sich rund um das Luxushotel, das als Tagungszentrum dient.

lob/gt

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